Sonntag, Jänner 07, 2007

Gleich 4 auf einen Streich

In den letzten Wochen habe ich mir auch ein paar Filme angesehen, war jedoch zu faul zu beschäftigt meinen Senf dazu hier nieder zuschreiben. Das wird jetzt in Kurzform nachgeholt:

Apocalypto

Mel Gibsons neuer Film handelt über einen jungen Jäger aus einem Maya Dorf, der von fremden Kriegern verschleppt und versklavt wird, geopfert werden soll, aber es doch noch schafft zu fliehen um seine schwangere Frau und seinen Sohn zu retten. Eine recht simple Geschichte, was aber nicht weiter stört, denn "Apocalypto" ist spannend und reich an Action, da kommt keine Langeweile auf. Beeindruckt hat mich Ausstattung und die Inszenierung des Alltagslebens dieser mittelalterlichen Hochkultur. Es wäre interessant zu erfahren, wie weit die gezeigten Dinge der Realität entsprachen oder ob die Filmemacher hier doch mehr ihre Fantasie spielen haben lassen. Hätte ich mehr Zeit, würde ich das vielleicht sogar nachrecherchieren. Wie auch immer, mir hat "Apocalypto" recht gut gefallen, trotz der ständigen Untertitelleserei. Nur für zarte Gemüter ist der Film eher ungeeignet, da der Herr Gibson an expliziten Gewaltdarstellungen nicht spart und so mancher Charakter seinen Kopf verliert. Auf meiner persönlichen Bewertungsskala gibt das optisch brillante 8 von 10 Punkten

Déjà Vu

Auf einer Fähre voll mit feierndem Militärpersonal und deren Angehörigen explodiert eine Bombe und tötet hunderte von Menschen. Das FBI versucht diesen Fall mit Hilfe einer völlig neuartigen Überwachungstechnologie aufzuklären. Bei "Déjà Vu" handelt es ich um einen Sience Fiction Thriller, der in der heutigen Gegenwart spielt. Dieser Umstand kratzt meines Erachtens ein wenig an der Glaubwürdigkeit der im Film zur Schau gestellten Technik. Wenn man jedoch darüber hinwegsehen kann und einem auch die Logikfehler nicht stören, die sich zwangsläufig ergeben, wenn man an der Zeitlinie rumspielt, dann steht einem für einen spannenden Kinoabend mit ein bisschen Action nichts im Weg. Ich für meinen Teil hatte damit jedoch schon ein bisschen meine Probleme, trotzdem gibt das auf meiner persönlichen Bewertungsskala 7 von 10 Punkten.

Das Leben der Anderen

Ein ruhiger aber großartiger Film über einen Stasibeamten in Ostberlin Mitte der 80er Jahre, welcher bei der Überwachung eines Theaterautors, sich dazu bewegt fühlt seine Überzeugungen neu zu überdenken. Trotz des gemächlichen Erzähl-Tempos schaffte es „Das Leben der Anderen“ mich mit seiner durchdachten Handlung von Anfang an zu fesseln. Auch die wunderbaren Schauspieler trugen ihres dazu bei. Wieder ein Stück Filmkunst, auf das sich ohne das Internet wahrscheinlich nie Aufmerksam geworden wäre. Hier hat sich die ganze Blog-Leserei wieder mal ausgezahlt. Für diesen grandiosen Film gibt es auf meiner persönlichen Bewertungsskala 9 von 10 Punkten.

Das Mädchen mit dem Perlenohrring

„Das Mädchen mit dem Perlenohrring“ spinnt eine fiktive Geschichte rund um die Entstehung des gleichnamigen Gemäldes aus dem Jahre 1660 von dem niederländischen Maler Vermeer. Die Handlung im Film wird recht langweilig erzählt. Na ja, vielleicht ist langweilig ein zu hartes Wort dafür, sagen wir, der Film hat nur sehr wenige Spannungsmomente. Trotzdem bereue ich es zutiefst ihn nur im Fernsehen und nicht im Kino gesehen zu haben. Grund dafür ist die brillante optische Präsentation. Beinahe jede Szene könnte einfrieren und als Bild an die Wand hängen. Hier waren wahrlich Meister ihres Faches am Werk. Darum, und auch wegen der wunderbaren Scarlett Johansson, gibt auf meiner persönlichen Bewertungsskala 8 von 10 Punkten.

Kommentare:

Adda hat gesagt…

Ich habe zwar nur den letzten der vier Filme gesehen, den fand ich dafür aber umso besser. Was ich besonders interessant fand, war dass Peter Webber noch einige andere Bilder von Vermeer in den Film als Szene eingebaut hat (ich hatte mal einen Kalender mit seinen Bildern, daher ist mir das aufgefallen ^^).

PropheT hat gesagt…

Apocalyptica wollte ich auch gerne mal gucken, die anderen müssen nicht sein. Ich mag das Indio-Szenario.

pk210 hat gesagt…

@prophet: Vor Kurzem habe ich irgendwo gelesen wie jemand Apocalyptica als "Die Hard im Jungel" bezeichnet hat. Stimmt irgendwie,... mehr oder weniger.

@adda: Ich hab mir jetzt auch mal angeschaut was der Vermeer sonst noch so gemalt hat. Da sind ein paar hübsche Sachen dabei. Anscheinend hatte er aber einen Faible für Licht das von links durch ein Fenster auf das Motiv fällt.

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