Mittwoch, Oktober 04, 2006

In 3 Tagen bist du tot

Ein Horrorthriller, welcher in Österreich produziert wurde? Das an sich ist ja schon mal bemerkenswert. Unsere kleine Alpenrepublik ist ja nicht gerade wegen ihrer produktiven Filmwirtschaft bekannt. Gerade mal alle paar Jahre erblickt ein heimischer Film das Licht eines Kinoprojektors. Das musste ich mir natürlich anschauen.

Worum geht’s? Eine Gruppe von jugendlichen Freunden hatte gerade ihre Matura erfolgreich hinter sich gebracht, als jeder von ihnen eine SMS von einem unbekannten Absender mit dem Inhalt „In 3 Tagen bist du tot“ erhalten hat. Die Nachricht wird zu erst nicht Ernst genommen, bis der erste von ihnen bei der Abschlussparty verschwindet und einige Stunden später tot im See gefunden wird. Kurze Zeit danach kommt es zu den nächsten Morden. Die Polizei tappt im Dunkeln und so versuchen die verbliebenen Freunde der Sache selbst auf den Grund zu gehen.

Handlungsmäßig wird dem geneigten Zuschauer hier nichts Unbekanntes präsentiert. Solche Geschichten kennt man ja noch von den ganzen amerikanischen Teeniehorrorfilmen aus den 90er Jahren des vorigen Jahrhunderts. Der Regisseur Andreas Prochaska erfindet mit seinem „In 3 Tagen bist du tot“ nichts neu und folgt dem bekannten Schema mit all seinen Klischees. Das hört sich jetzt vielleicht schlimm an, ist es aber nicht, denn trotz einer gewissen Vorhersehbarkeit in der Handlung kommt Spannung auf und der Film weiß zu unterhalten. An Schockeffekten wird nicht gespart und diese werden auch im richtigen Moment eingesetzt. Technisch muss sich der gute Herr Prochaska mit seinem Werk nicht vor seinen Genrekollegen verstecken. Die 2-Millionen-Euro-Produktion macht mit ihren düsteren Bildern optisch schon was her und kann es durchaus mit den erheblich teureren Hollywoodfilmen dieser Art aufnehmen.

Mir hat der Film, trotz anfangs aufkommender Skepsis, letztendlich recht gut gefallen. Der Grund dafür liegt wahrscheinlich zum Teil am Handlungsort. Amerikanische Filme sind ja recht…äh…amerikanisch. Landschaft, Architektur und alltägliche Gepflogenheiten der Figuren unterscheiden sich doch ein wenig von dem, was wie hier in Europa kennen, und das schafft wiederum eine gewisse Distanz zu den Ereignissen auf der Leinwand. „In 3 Tagen bist du tot“ spielt jedoch in Mitteleuropa, genauer gesagt in der Ortschaft Ebensee in Oberösterreich. Das ländliche Ambiente wirkt daher für mich als Österreicher sehr vertraut. Auch der österreichische Dialekt, denn die Darsteller sprechen, trägt dazu bei, dass ich mich stärker in den Film hinein gezogen fühlte.

„In 3 Tagen bist du tot“ ist für Fans von Horrorthrillern sicher einen Blick wert. Ich hatte auf jeden Fall einen unterhaltsamen Kinoabend, darum gibt es auf meiner persönlichen Wertungsskala 7 von 10 Punkten.

Kommentare:

PropheT hat gesagt…

Verdammt die haben meine SMS kopiert!

pk210 hat gesagt…

In solchen Fällen hilft nur ein böses Abmahnschreiben an den Drehbuchautor. ;)

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Über mich? Mhhh...wo fange ich an?..... Ach, ich las es lieber bleiben.

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