
Ein Schreckenszenario für jeden Grafikdesigner. Oje, ich fürchte nach diesen Filmchen werde ich heute Nacht sicher von Alpträumen geplagt.
(ursprünglich gefunden bei spreeblick.com)
aus dem kleinen Bergdorf am Rande der Zivilisation.

Bis zum Kinostart am 27. Juli 2007 dauert es aber leider noch.
Die Erde im Jahre 2027, die Menschheit steht am Rande der Auslöschung weil aus unerklärlichen Gründen seit 18 Jahren keine Kinder mehr geboren werden. Hoffnungslosigkeit und Resignation haben sich unter der Bevölkerung breit gemacht. Städte und Strassen sind grau und verkommen zusehends. Niemand scheint das noch zu kümmern. Groß Britannien hat sich zu einem autoritären Staat gewandelt in dem Angst und Gewalt regieren. Terrorismus steht an der Tagesordnung. Ein Strom von Einwanderern und Flüchtlingen versucht im Land Fuß zu fassen, jedoch begegnet ihnen die Regierung mit strengen Einbürgerungsgesetzten. Die Polizei macht Jagd auf illegale Einwanderer, sperrt sie in Käfige und verfrachtet sie zusammen mit anderen Gesetzesbrechern in abgeriegelte Ghettos. Assoziationen mit den Konzentrationslagern des dritten Reiches drängen sich auf. Vor diesem Zukunftsszenario spielt der Film „Children of Men“.
Viel hat nicht mehr gefehlt und ich könnte die Zeilen hier jetzt nicht schreiben. An einem denkwürdigen Abend im Kinosaal 8 (Reihe 11, Sitz 9) des hiesigen Multiplex-Kinos hätte ich mir fast mein Leben aus dem Leib gelacht. Ich befürchtete schon ersticken zu müssen, wenn das nicht bald aufhörte. Diese seltene „Nahtod-Erfahrung“ bescherte mir der Film „Borat“. Was ich so nebenher aus den Augenwinkeln beobachten konnte, erging es den anderen Kinobesuchern nicht viel besser als mir. „Borat“ ist wohl einer der witzigsten, brachialsten, politisch inkorrektesten, abartigsten und subtil kritischsten Filme dieses Jahres. Es wird einem nur wenige Gelegenheiten zum Luft holen und durchatmen geboten.
Wenn man vom Drehbuch ausgeht, dann war der Autor wahrscheinlich schon zu dreiviertel tot, als er diese eine A4 Seite voll kritzelte und dem Regisseur in die Hand drückte. Von der dargebotenen schauspielerischen Leistung kann man auch nicht gerade behaupten, sie sei lebendig. Das einzige was vor Leben sprühte, waren die Kampf- und Actionsequenzen. Aber seien wir ehrlich, wer einen exzellenten Kinofilm auf Basis einer Prügelspielreihe für Konsolen erwartet, ist selber Schuld. Meine Erwartungen waren daher sehr niedrig geschraubt, als ich das Kinoticket für „Dead or Alive“ kaufte.