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Sonntag, November 30, 2008

Schmerzhaft

Kurz und bündig: Ich persönlich würde empfehlen die Videospielverfilmung "Max Payne" nur dann anzuschauen, wenn man die Möglichkeit hat den Ton ganz abzustellen und bei den langweiligen Szenen vorzuspulen. Denn dann befindet man sich in der glücklichen Position die passable Optik begutachten zu können ohne dabei irgendwas von der wirren und logikfeindlichen Handlung zu erfahren. Ansonsten könnte der Film eine schmerzhafte Angelegenheit werden.

Mittwoch, November 19, 2008

Robot Chicken Star Wars II

Großartig! Hierbei handelt es sich wohl um die beste Star Wars Parodie ever!



Direktlink zu Teil 1 und Teil 2, Teil 3.

Update: Nachdem die anderen Links nicht mehr funktionieren, nehmen wir halt die vom guten alten YouTube.

Montag, November 17, 2008

Sonntag, November 16, 2008

Ein Quäntchen Trost

"Ein Quantum Trost" ist ein gutes Beispiel dafür, warum es nicht immer eine gute Idee ist einen englischen Filmtitel einzudeutschen. "Quantum of Solace" hört sich doch viel besser an, aber egal, kommen wir zum Film:

"Quantum of Solace" macht eigentlich genau dort weiter, wo "Casino Royal" am Ende aufgehört hat. Bond versucht nun die Köpfe dieser ominösen Organisation aufzuspüren, deren Existenz im letzten Film vage angedeutet wurde. Dabei stößt er auf einen reichen Unternehmer, der anscheinend für diese Organisation einen kleinen Regierungsumsturz irgendwo in Südamerika plant. Wie es sich für einen ordentlichen Actionfilm gehört wird nicht viel geredet sondern viel geschossen. Gleich zu Beginn kommt es zu einer spektakulären Autoverfolgungsjagd entlang einer steilen Küstenstraße, und das ist eigentlich nur der Auftakt einer Reihe wilder und schnell geschnitten Actionszenen. Zwischendurch gibt es die eine oder andere kleine Verschnaufpause, aber viele sind es nicht.

"Quantum of Solace" hat für Liebhaber von Actionszenen einen großen Unterhaltungswert, aber ein James Bond Film im klassischen Sinn ist er nicht mehr. Gäbe es nicht "Casino Royal", dann wäre er nicht einmal ein wirklich guter Actionfilm, da die Handlung, würde sie alleine stehen, ziemlich mager aussähe. Im ersten Moment erweckt "Quantum of Solace" den Eindruck, das überlange Ende des Vorgängerfilms zu sein, dass man noch schnell zwecks der kürzeren Laufzeit weg geschnitten hatte und nun nachreicht. Aber ein wirkliches Ende gibt es ja eigentlich auch nicht, da die Geschichte nicht abgeschlossen wird und im Grunde hinterher noch mehr Fragen offen im Raum stehen als zuvor. Ein Teil Drei ist somit so sicher wie der morgendliche Druck in der Blase nach dem Aufwachen.

Ich weiß noch nicht, was ich von "Quantum of Solace" nun halten soll. Die Actionszenen sind großartig und überaus sehenswert, aber bei der Handlung hapert es ein wenig. Eigentlich scheint der Film ein Verbindungsstück zwischen "Casino Royal" und einem weiteren Film zu sein, der wohl irgendwann kommen wird. Ohne zu wissen, wie die Geschichte ausgeht, lässt sich nur schwer beurteilen, ob das bisher gezeigte gut oder schlecht ist. Ein Freund von mir - großer Bondfan - hat sich jedenfalls ganz furchtbar über "Quantum of Solace" aufgeregt, da er nicht das vorgefunden hat, was er sich von einem klassichen Bondfilm erwartet hatte.

Sonntag, Oktober 19, 2008

Drei auf einen Streich

Hellboy 2

Unser kleiner Höllenbub darf in seinem zweiten Film wieder die Menschheit vor der Vernichtung bewahren. Diesmal möchte ein Elfenprinz eine alte Rechnung begleichen und eine goldene Armee soll ihm dabei behilflich sein. Die Handlung ist recht simple gestrickt: Bösewicht tritt in Erscheinung, es kommt zu Raufereien mit allerlei Viecher, dazwischen gibt es noch ein klein wenig Herzschmerz und am Ende dann der große Showdown. Der Witz kommt dabei nicht zu kurz, die Spannung jedoch schon. Aber das ist nicht ganz so schlimm, denn die Optik von Hellboy 2 gleicht diese Manko mehr als aus. Dutzende von Kreaturen, viele davon phantastischer, als man sich es im schlimmsten Drogentraum ausmalen würde, tummeln sich in Umgebungen, die reichhaltiger an Details nicht mehr sein könnten. Guillermo del Toro durfte sich in diesem Film offenbar so richtig kreativ austoben. Die Actionszenen sind unterhaltsam und die Special Effects nahezu perfekt. Wäre die Geschichte spannender, dann hätte es der perfekte Unterhaltungsfilm werden können.


Burn after Reading

Zwei leicht debile Mitarbeiter eines Fitnessstudios finden in der Frauenumkleidekabine eine CD mit Geheimdienstscheiss (Zitat aus dem Film) drauf. In der Hoffnung auf das schnelle Geld, versuchen die zwei einen CIA Agenten damit zu erpressen. Das ist die Ausgangssituation einer ziemlichen absurden Geschichte, welche vollgepackt ist mit unterschiedlichsten Charakteren und allerlei kleinen Skurrilitäten, und die in einem Ende mündet, dass man so jetzt nicht erwartet hätte. Getragen wird das Ganze von einem namhaften Schauspielerensemble, welchem man den Spass, den es bei den Dreharbeiten hatte, anmerkt. Besonders Hervorheben muss man Brad Pitt, der als bubenhafter Fitnesstrainer die amüsantesten Szenen im Film bekommen hat. Sehr empfehlenswert für jeden, der mal eine Komödie der anderen Art sehen möchte.


Eagle Eye

Shia LaBeouf und die verdammt hübsche Michelle Monaghan spielen zwei Menschen, welche von einer mysteriösen Stimme per Telefon Befehle erhalten und vom FBI wegen Terrorverdachts durch die Landschaft gejagt werden. Anfangs war der Film noch recht spannend und interessant, weil man schön rum rätseln konnte, wer hinter dieser seltsamen Frauenstimme am Telefon wohl stecken könnte. Jedoch driftet die gesamte Handlung nach der Klärung dieser Frage so ungefähr ab der Mitte von „Eagle Eye“ ins Absurde ab, sodass ich aus dem Kopfschütteln nicht mehr raus kam. Wenn ich nun so über den Film nachdenke, fällt mir auf, dass eigentlich das gesamte Handlungskonstrukt ein völliger Schwachsinn ist und auch die schnell geschnittenen Actionszenen im Grunde gar nicht so toll waren. Reue kommt in mir auf für „Eagle Eye“ überhaupt extra ein Kino aufgesucht zu haben und ich verfluche die Filmemacher, die Realismus für billige optische Spielereien geopfert haben und die Geschichte ganz grauslich kitschig enden liesen. Rückblickend wäre es wohl klüger gewesen das Hirn während des Films komplett auf Standby zu stellen, denn dann müsste ich mich jetzt nicht so ärgern.

Samstag, August 23, 2008

Der zweite Auftritt des dunklen Ritters

Nach dem vielen Scheiß, den ich mir in diesem Jahr schon auf der Leinwand angesehen habe und der heuer rein subjektiv empfunden häufiger in Erscheinung getreten ist als in den Jahren zuvor, durfte ich mich nun endlich in einen Film setzten, auf den ich mich schon lange gefreut habe und der sich nicht wie so manch anderer als herbe Enttäuschung entpuppt. Nein ganz im Gegenteil, die Erwartungen wurden vollends erfüllt, eigentlich sogar übertroffen.

Worum geht´s? Es sind nun schon ein paar Monate ins Land gezogen nachdem Batman die Pläne von Ra's Al Ghul durchkreuzte, und seither war er eifrig damit beschäftigt die Kriminellen in Gotham City auf Trap zu halten. Die Mafia kommt durch seine Aktivitäten und der Arbeitswut des ehrgeizigen Staatsanwalts Harvey Dent arg in Bedrängnis. In ihrer Verzweiflung lassen sie sich mit dem anarchischen Verbrecher Joker ein, der das Problem Batman für sie lösen soll. Eine Entscheidung mit fatalen Folgen...

"The Dark Knight" ist eine würdige Fortsetzung von "Batman Begins". Der Stil ist düster, die Handlung spannend und komplex, und die Actionszenen sind wieder wie schon im Vorgänger bodenständig, mitreißend und frei von überflüssigen optischen Firlefanz. Digitale Tricksereien werden wieder mit Bedacht und wohl dosiert eingesetzt, bzw. erkennt man diese nur in den seltensten Fällen. Die Aufmerksamkeit gilt nun nicht mehr Bruce Wayne alleine, sondern verteilt sich auf die anderen Charaktere in der Geschichte. Neben dem von Heath Ledger grandios gespielten Bösewicht Joker konzentriert sich die Handlung vor allem auf Harvey Dent, dargestellt von Aaron Eckhart, und dessen Sinneswandel zum Ende des Fimes hin. Überhaupt passt die Besetzung der Rollen perfekt. Fast alle Schauspieler aus dem ersten Teil sind wieder mit von der Partie, außer Katie Holmes, welche in de Rolle der Rachel zu sehen war und offenbar keine Zeit oder Lust hatte. Diesen Part übernimmt nun Maggie Gyllenhaal, was ich ein wenig schade finde. Nichts gegen die Frau Gyllenhaal, die ist super, aber es geht ein wenig an Continuität flöten.

So, momentan wüsste ich nichts was ich an "The Dark Knight" bekritteln könnte. Es ist alles drin, was man für einen guten spannenden und unterhaltsamen Kinofilm braucht. Das einzige Manko, aber dafür kann der Film nichts, war die vom Kinobetreiber veranschlagte 15 minütige Pause während der Vorstellung, die ich für ziemlich unnötig halte und als ungemein störend empfand. Das allgemeine Raunen, welches im fast ausverkauften Saal zu vernehmen war, bestätigte mir, dass ich mit dieser Ansicht nicht alleine war.

Nun freue ich mich schon ganz fürchterlich auf den mit Sicherheit noch kommenden dritten Batman-Film von Christopher Nolan. Dass dieser mindestens genauso gut werden wird wie der zweite, scheint mir zu 99,9% sicher. Fragt sich nur welcher Bösewicht dort dann auftreten wird.

Sonntag, August 17, 2008

Die Melkkuh wird wieder durch den Stall getrieben

"Star Wars: Clone Wars" ist ein im Comic-Stil animierter Kinofilm aus dem Star Wars Universum, dessen Handlung irgendwo zwischen dem zweiten und dritten Teil angesiedelt ist. Der Sohn von Jabba the Hut wurde entführt und der Herr Kenobi sowie auch der Herr Skywalker bekommen den Auftrag ihn zu befreien. Als Gegenleistung würde Jabba dann die Republik bei ihrem Kampf gegen die Separatisten unterstützen. Dass sowas nicht ohne Zwischenfälle abläuft und dabei einige Kampfdroiden zu Altmetall verarbeitet werden, versteht sich wohl von selbst.

Ich hatte schon nach dem Vernehmen der Radiowerbung für den Film den Verdacht, dass da übles auf mich zukommen wird, aber als kleiner Star Wars Fanboy gibt man die Hoffnung nicht so schnell auf. Tja, fangen wir mal mit den positiven Dingen: Action ist reichlich vorhanden und einiges davon schaut auch passabel aus. Die comichafte Optik des Filmes ist zunächst ein wenig irritierend, aber man kann sich daran gewöhnen.

Soweit zu den positiven Dingen, packen wir nun den Holzprügel aus: Die Handlung ist eigentlich ziemlich belanglos und die diversen Wendungen kann man schon kilometerweit gegen den Wind riechen. Erstaunlich ist, dass sie zwischen all den Kämpfen und Explosionen überhaupt so etwas wie eine Handlung untergebracht haben. Besser wäre es gewesen, sie jedoch überhaupt weg zu lassen, dann hätten sie sich auch diese armseligen Dialogszenen ersparen können. Bei ein paar verspürte ich schon beinahe körperliche Schmerzen. Gut, hin und wieder gaben die Kampfdroiden Meldungen von sich, die mir ein Schmunzeln abringen konnten, aber das rettet den Rest auch nicht.

Aus "technischer" Sicht hinterlässt "Star Wars: Clone Wars" einen zwiespältigen Eindruck. Da gibt es Szenen in denen es kracht und scheppert und in denen man auch einiges zu sehen bekommt. Aber dann gibt es auch Momente, in welchen sich die Protagonisten in kahlen und uninspirierten Settings bewegen. Manches davon kann man vielleicht mit dem Comic-Stil entschuldigen, aber nicht alles. Den Hintergründen hätte die eine oder andere dezente Animation nicht geschadet, und matschige Texturen, wie sie mir mindestens drei Mal aufgefallen sind, sind sowieso unentschuldbar. Mich verwundert es, dass Georg Lucas sowas durchgehen lässt, da man ihm ja einen Hang zur technischen Perfektion nachsagt.

Ehrlich gesagt hatte "Star Wars: Clone Wars" bei mir eigentlich schon nach der ersten Filmminute ausgeschissen. Den Film ohne reinfliegenden Star Wars Logo und in den Weltraum hinaus gleiteten Einführungstext mit der allseits bekannten Fanfare als Hintergrundmusik zu beginnen, war für mich schon mal ein inakzeptabler Stilbruch. Stattdessen flog das Clone Wars Logo rein und zu einer "remixten" Star Wars Fanfare wurde von einem Sprecher aus dem Off erklärt, was Sache ist. Ein Freund meinte, das haben sie nur gemacht, um dem kindlichen Publikum, an das sich der Film offensichtlich richtet, das viele Text lesen zu ersparen. Trotzdem bleibt das für mich ein inakzeptabler Stilbruch.

Unterm Strich ist "Star Wars: Clone Wars" ein Film, dem ich niemanden empfehlen kann, nicht einmal Star Wars Fanboys. Ganz offensichtlich dient er nur dazu nochmal ordentlich die Lizenz zu melken.

Freitag, August 08, 2008

Liebe, Krieg und Gerechtigkeit

The Chronicles of Narnia: Prince Caspian

So, nun hat es auch die Verfilmung des zweiten Buches der Romanreihe von C. S. Lewis in die Kinos geschafft. Ein Jahr ist vergangen, seit die vier Geschwister zuletzt in Narnia waren, aber in der Zeit sind in der Fantasywelt über tausend Jahre vergangen und vieles hat sich verändert. Zum Beispiel wird das Land von einem Volk regiert, bei dem es gerade zu einer kleinen Thronfolgerstreitigkeit kommt und der Onkel seinen Neffen, den Kronprinzen, umbringen lassen will, worauf hin dieser in die Wälder flüchtet, dort eine Armee aufstellt und gegen seinen Onkel in den Krieg zieht. Soweit zur Handlung. Damals, als ich den ersten Teil der Chroniken von Narnia im Kino gesehen hatte, war ich ziemlich enttäuscht. Viel zu verweichlicht und kinderoptimiert kam er mir vor, und wirklich mitreißen konnte mich die Geschichte auch nicht. Der zweite Narniafilm kommt jetzt endlich dem etwas näher, was eigentlich schon der erste Film meiner Meinung nach hätte sein sollen. Das Setting ist düsterer, die Gewaltdarstellungen sind expliziter, wenn auch nicht wirklich blutiger, und die Geschichte wirkt erwachsener. Die ganzen fragwürdigen christlichen Symboliken sind zwar noch immer wahrnehmbar, aber in etwas abgeschwächter Form. Ausstattung und visuelle Effekte waren schon im ersten Film exzellent und im zweiten hat man noch eines drauf gesetzt. Auch die Riege der jungen Hauptdarsteller fiel mir diesmal weniger nervend auf als in der ersten Verfilmung. Unterm Strich ist eine deutliche Verbesserung wahrnehmbar, aber nach oben hin gibt es noch Platz. Manche Dialoge sind noch immer zum davonlaufen und den Jungschauspielern würde es sicher nicht schaden noch ein paar Nachhilfestunden in Schauspielkunst zu nehmen.


Across the Universe

"Across the Universe" ist ein Musicalflim, in dem zu den Melodien und Texten der Beatles die Liebesgeschichte zwischen Jude und Lucy vor dem Hintergrund der gesellschaftlichen Veränderungen in den 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts erzählt wird. Ein Film über Träume, Selbstverwirklichung und jugendlicher Leichtigkeit, sowie dem schmerzhaften Schlag, wenn diese am harten Boden der Realität aufprallen. Völlig ahnungslos und unvorbereitet habe ich mir diesen Film zu Hause vom Polstersessel aus angesehen und war überwältigt von den großartigen Bildkompositionen und ihrem harmonischen Zusammenspiel mit den Klängen der Musik. Die jungen charismatischen Schauspieler, die mir bis dato völlig unbekannt waren, überzeugen mit ihren gesanglichen Fertigkeiten. Bekritteln kann man an "Across the Universe" eigentlich nur, dass sich die Handlung recht sprunghaft von einer Station zur nächsten bewegt. Böse Zungen könnten vielleicht sogar behaupten, der Film sei eine Ansammlung von Musikvideos ist, die durch Spielszenen zusammen gehalten werden. Ganz so schlimm ist es nicht, aber ein Körnchen Wahrheit liegt schon darin. Sehenswert ist der Film aber allemal. Zu meinen persönlichen Highlightszenen aus "Across the Universe" gehören diese und die anfängliche Kamerafahrt von dieser hier (und wie ich gerade bemerke sind genug Clips auf YouTube online, um daraus beinahe den ganzen Film zusammenbauen zu können, rein theoretisch natürlich).


Damages

Hierbei handelt es sich jetzt um keinen Film, sondern um eine Serie. In "Damages" geht es um eine junge Anwältin, die gerade einen Job in der großen Kanzlei einer Staranwältin angenommen hat. Kaum hat sie sich an ihren neuen Arbeitsplatz gewöhnt, da schlittert sie schon in einen Strudel aus Verrat, Intrigen, Lügen, Bestechung und sogar Mord. 13 Folgen lang wird mit Hilfe von Zeitsprüngen und Rückblenden eine komplexe Geschichte erzählt, die bis zur letzten Minute der letzten Episode spannend bleibt. Die ersten 5 Episoden hatte ich an einem Sonntagnachmittag durch. Highlight der Serie ist sicher Glenn Close in der Rolle der Patty Hewes. Diese Frau hat einen Blick drauf, der einem gruseln lässt. Mit ihrer Präsenz dominiert sie jede Szene, egal wie sehr sich die anderen Schauspieler auch bemühen mitzuhalten. Das soll jetzt aber nicht heißen, dass ihre Kollegen miserable Darsteller wären, nein ganz im Gegenteil. Eigentlich ist es eine Schande zu sehen, wie der ORF diese Sendung ans Nachtprogramm verschwendet hat. Sowas gehört ins Hauptabendprogramm, am Besten gleich mit jeweils zwei Doppelfolgen pro Woche. Zum Glück habe ich auf die DVD Veröffentlichung von "Damages" gewartet. Diese Serie im Fernsehn mit einer Woche Abstand zwischen den Folgen und vielleicht auch noch mit Werbeunterbrechungen anzuschauen, wäre für mich nun unvorstellbar.

Montag, Juli 28, 2008

Machen wir es kurz

Ein Freund von mir (ganz großer Akte X Fan) und ich (nicht ganz so großer Fan, habe aber doch ein paar Folgen gesehen) waren im Kino um uns "Akte X - Jenseits der Wahrheit", den zweiten Kinofilm zu der erfolgreichen Mysteryserie aus den 90er, anzuschauen. Nachdem der Abspann zu Ende war und wir den Saal verliesen, kamen wir zum Schluss, dass es eigentlich nur einen Akte X Film gibt, und der stammt aus dem Jahre 1998. Dass, was wir da zuvor auf der Leinwand begutachteten, war alles andere, nur kein Akte X Film. Man könnte es vielleicht höchstens als eine missratene Folge aus der Serie bezeichnen, wenn man unbedingt will. Auf der Heimfahrt vom Kino ereilte uns schließlich die Erkenntnis, dass es wahrscheinlich für alle das Beste wäre, diesen Film ganz schnell zu vergessen, so als ob es ihn nie gegeben hätte.

Freitag, Juli 04, 2008

Drei an der Zahl

The Happening

Das neueste filmische Werk von Herrn M. Night Shyamalan. Offenbar ausgelöst durch einen von Pflanzen in die Luft abgesonderten Stoff beenden Menschen überall an der Ostküste der USA ganz spontan unter zu Hilfenahme von gerade verfügbaren Dingen ihr Leben. Soviel zur Haupthandlung. Die Idee, dass sich die Natur irgendwas einfallen lässt, um sich der lästigen Menschheit zu entledigen, finde ich ja recht interessant, aber in "The Happening" wird diese Idee wohl auf die denkbar schlechteste Art umgesetzt. Zum Beispiel wird dieses ominöse pflanzliche Nervengift anscheinend in erster Linie durch den Wind übertragen, was dann zu der absurden Situation führt, dass die Protagonisten vor Windböen davon laufen. Auch wird es nur nach Bedarf produziert, also wenn gerade eine ausreichende Mengen von Menschen anwesend ist und sich so ein Massenselbstmord auch lohnt. Garniert wird die widersinnig wirkende Geschichte noch mit abstrusen Dialogen, unmotivierten Schauspielern und einer lächerlichen Beziehungskrise zwischen den beiden Hauptcharakteren. Positiv anrechnen kann man dem Film nur seine halbwegs gelungene Atmosphäre, eine handvoll spannender Szenen und natürlich die Anwesenheit der herzigen Zooey Deschanel, aber das rettet ihn auch nicht mehr.
Ich wage es jetzt mal zu behaupten, dass "The Happening" der letzte Nagel für den Sarg der Karriere von Herrn M. Night Shyamalan ist. Wenn er mit seinem nächsten Film nicht wieder in Sphären vorstoßt, in denen er sich schon einmal mit "The Sixth Sence" und "Unbreakable" bewegt hatte, dann kann er den Job des Filmemachers gleich aufgeben und lieber eine Gärtnerei eröffnen. Dort kann er dann von mir aus den Pflanzen von seinen Filmideen erzählen, und wenn er Glück hat, dann wird er von diesen nicht sofort vergiftet.


Enchanted

Die künftige Prinzessin eines kunterbuntem zuckersüßem Märchenlandes wird von einer bösen Hexe in einen Brunnen gestoßen und gelangt dadurch in das reale heutige New York, wo sie dann mit ihrem naiven Getue das Leben eines Scheidungsanwaltes gewaltig durcheinander bringt. "Enchanted" beginnt als Zeichentrickfilm im bekannten Stil von Disney, um dann mit dem Übergang nach New York als Realfilm weiterzumachen. Der Film bietet einige nette kinderkompatible Gags und ein paar hübsch anzusehende Effekte. Die Handlung an sich gehört in die Kategorie der klassischen Hollywood Romantikkomödien, bei denen der Zuschauer eine gewisse Resistenz gegenüber großen Mengen an Kitsch mitbringen muss. Auch eine tolerante Einstellung zu Musicaleinlagen wäre kein Fehler. Ich fand "Enchanted" ganz nett, obwohl ich zugeben muss, dass ich den Film kurz vor dem Finale abgeschaltet habe, da ich fürchtet angesichts des mutmaßlich eintretenden schmalzigen Happy Ends den Wohnzimmerboden vollspeiben zu müssen. Ansonsten passt der Film ganz gut um einen fadigen Sonntag Nachmittag zu überbrücken, aber mein Bedarf an Hollywoodkitsch ist für dieses Jahr erst einmal gedeckt.


3:10 to Yuma

Ein Film angefüllt mit Cowboys, Banditen, Postkutschen, weiten Landschaften, Whiskeystamperln, Pferden, wilden Kerlen und fetzigen Schießereien. Eigentlich alles was man für einen ordentlichen Western braucht. Und wenn dann auch noch in den Hauptrollen ein großartiger Russell Crowe und ein noch großartiger Christian Bale zu sehen sind, dann kann ja eigentlich nichts mehr schief gehen. Sollte man meinen, und über weite Strecken des Filmes trifft das eigentlich auch zu, nur zum Finale dann nicht mehr. Das wurde meiner Meinung nach versaut. Ich will hier nicht groß rumspoilern, darum sage ich nur, dass gewisse Figuren am Ende Verhaltensweisen an den Tag legen, die nicht ganz zu dem Bild passen wollen, welches vorher während des Filmes von ihnen gezeichnet wurde. Mir ist dadurch "3:10 to Yuma" ein wenig vermiest worden, was ich schade finde, denn ansonsten handelt es sich hier um einen ganz wunderbaren Western, welchen Genrefans auf jeden Fall gesehen haben sollten.

Sonntag, Mai 25, 2008

Der Mann mit der Peitsche

„Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels“, hinter diesem holprigen Titel verbirgt sich die vierte filmische Inkarnation der Anfang der 80er gestarteten Film-Reihe über den allseits bekannten Schatzjäger und Grabräuber. Die Geschichte des aktuellen Filmes ist in den 50ern des vorigen Jahrhunderts angesiedelt. Seit dem letzten großen Abenteuer von Herrn Dr. Jones sind schon einige Jährchen vergangen und er selbst ist auch nicht mehr der jüngste, aber das hält ihn nicht davon ab sich wieder auf eine Schnitzeljagd nach einem antiken Artefakt zu begeben, welches Übernatürliches verspricht. Als Gegenspieler treten nun nicht mehr die Nazis in Erscheinung, sondern - passend zum damals aufkeimenden kalten Krieg - die Russen. Genauer gesagt, die KGB-Agentin Irina Spalko.

Um es gleich vorweg zu nehmen, ich bin vom aktuellen Indiana Jones enttäuscht, aber fangen wir mal mit den positiven Dingen an. Die Actionszenen sind rasant und unterhaltsam inszeniert, genau so wie man es von den Indiana Jones Filmen gewohnt ist. Es gibt ein paar sehr hübsche visuelle Effekte zu bestaunen, wie zum Beispiel eine Atomexplosion, und auch ein paar Dialoge kann man als gelungen und pointiert bezeichnen. Harrison Ford steht die Rolle des Indiana Jones trotz seines hohen Alters noch immer gut zu Gesicht und Shia LaBeouf fällt weniger nervend auf, als zunächst befürchtet. Alles in Allem müsste das für einen guten Unterhaltungsfilm reichen.

Aber für eine guten Indiana Jones Film reicht das meiner Meinung nach leider nicht. Dafür hapert es an zu vielen Kleinigkeiten. Die Actionszenen sind zwar durchwegs sehenswert, aber manchmal schießen sie auch über das Ziel hinaus. Als Beispiel sei hierfür die Szene mit den Affen und den Lianen genannt. Die Rätsel, welche der Herr Jones auf seinem Weg durch Südamerika entschlüsseln muss, und die daraus gezogenen Schlussfolgerungen erweckten an manchen Stellen den Eindruck als wären sie an den Haaren über das Filmset gezerrt worden. Die Bösewichtin Irina Spalko - gespielt von der normalerweise doch großartigen Cate Blanchett - blieb während des Films eine ziemlich blasse Gestalt die nur bedingt bedrohlich wirkte. Angesichts dessen wünschte man sich fasst wieder die Nazis als Gegenspieler zurück. Bei anderen Filmen bemängele ich oft, dass sie zugunsten eine kürzeren Laufzeit beschnitten werden, aber beim vierten Indiana Jones Teil hätte ich eine solche Praktik begrüßt. Die Treibsandszene hätte aus meiner Sicht durchaus der Schere zum Opfer fallen können und die Schlussszene kurz vor dem Abspann sowieso. Beim großen Finale hat der Herr Spielberg ein wenig zu dick aufgetragen und ein gemäßigterer Einsatz von Blooming hätte dem Film sicher auch nicht geschadet.

Wie schon gesagt, ich bin vom vierten Indiana Jones Film enttäuscht. Aber vielleicht liegt das auch daran, dass meine Erwartungen zu hoch gesetzt waren und vielleicht hätte ich mir in den Wochen zuvor doch nicht die alten Teil nochmal anschauen sollen. Unterm Strich ist „Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels“ zwar sicher nicht der beste der vier Teile, aber zumindest gibt er einen passablen Unterhaltungsfilm ab.

Sonntag, Mai 18, 2008

Metal, Drogen und Tanzmusik

So, das Projekt Fotobuch wurde erfolgreich zum Abschluss gebracht. Das fertige Buch sieht hübsch aus, die Druckqualität geht in Ordnung und auch die Verarbeitung wirkt solide. Mal sehen wie gut das Buch noch aussieht, nachdem hunderte von Händen es durchgeblättert haben. Bis es soweit ist kann ich den Service von www.photographerbook.eu schon mal als empfehlenswert bezeichnen.
Jetzt, wo ich dieses Projekt nun hinter mich gebracht habe und ein neuer Fernseher ausgesucht und gekauft ist, habe ich wieder Zeit ein paar Filme anzuschauen:


Iron Man

Über diesen Film wurde ja bereits schon viel geschrieben und gesagt und ich schließe mich den Leuten an, welche "Iron Man" der Großartigkeit bezichtigen. Nette Actionsequenzen, hübsche visuelle Effekte, spritzige Dialoge und spielfreudige Darsteller. Popcorn Unterhaltungskino in Hochform. Mir hat es Spaß gemacht und ich freue mich schon darauf, wenn Tony Stark wieder in seinen metallenen Anzug schlüpft und Bösewichte aufmischt. Dass ein zweiter Teil kommt ist bei den Einspielergebnissen so gut wie sicher.


Fear and Loathing in Las Vegas

Ein Film über zwei zugedröhnte Junkies auf einer chaotischen Betrugstour durch Las Vegas, inklusive verwüsteter Hotelzimmer. Die Handlung spielt Anfang der 70er Jahre, aber der Film selbst wurde Ende der 90er des vorigen Jahrhunderts gedreht. Obwohl der Streifen schon länger als Kultfilm gehandelt wird, hatte ich erst vor Kurzem die Gelegenheit ihn mir anzuschauen. Ganz schön abgefahren, muss ich sagen, aber auch großartig. Besonders wegen der beiden Hauptdarsteller Benicio Del Toro und Johnny Depp. Herrlich finde ich die Szene, in der Raoul Duke (Herr Depp) versucht im LSD-Rausch in einem Hotel einzuchecken. Wie weit die diversen Drogentrips der beiden Protagonisten und deren visuelle Darstellung im Film, sowie die damit einhergehende Verwüstung von Hotelzimmern, der Realität entsprechen ist mir nicht bekannt, aber nach der Begutachtung dieser Szenen will ich das auch gar nicht mehr wissen, bzw. ich würde es nicht in einem Selbstversuch ausprobieren wollen.


Hairspray

Einen Drogenrausch der anderen Art bietet "Hairspray". Teenager mit auftoupierten Haaren und hingeleckten Seitenscheiteln singen und springen in einer farbenfrohen Kulisse zu Tanzmusik aus den 60er Jahren. Die Handlung dreht sich um ein pummeliges Mädchen, das davon träumt in einer Fernsehmusikshow ihr Können unter Beweis zu stellen und dabei ihrem umschwärmten TV-Star ganz nah zu sein. Nebenbei wird noch die Diskriminierung der Afroamerikaner und die Forcierung von fragwürdigen Schönheitsidealen in den Medien thematisiert. Was im ersten Moment überrascht, den so ernste Themen hätte man diesem kunterbunten Tanzspektakel gar nicht zugetraut. Ein skurriles Detail an "Hairspray" ist die Mitwirkung von John Travolta, der für seine Rolle in einen Fettanzug geschlüpft ist und sich mit einer Zentimeterdicken Makeup Schicht bekleben hat lassen, um dann als schwergewichtige Hausfrau ins große Finale zu tanzen. Unterm Strich ist Hairspray ein netter, leicht überdrehter Unterhaltungsfilm mit obligatorischem Happy End, der jedoch eine gewisse Toleranz gegenüber Musik im Stil der 60er erfordert, ansonsten könnte einem das gebotene Spektakel schnell auf die Nerven gehen.

Samstag, April 12, 2008

Kurz und bündig

Huch, die Arbeit stapelt sich momentan. Haufenweise Projekte harren der Erledigung, unter anderem muss ich ein Fotobuch gestalten, mir einen neuen Fernseher aussuchen, Eier malen und Mario Kart Wii spielen. Aber bevor ich das machen kann, muss ich noch anderes Zeug erledigen. Zum Beispiel ganz schnell mal Filme kritisieren:

10.000 B.C.: Der Film bietet dem Zuschauer hübsche Bilder und ein paar nette Landschaftsaufnahmen, aber auch Plotlöcher die groß genug sind um ganze Mamutherden darin zu verstecken. Der finale Endkampf hat den Namen Endkampf eigentlich nicht verdient und mit den diversen Logikfehlern in der Geschichte fange ich gar nicht erst an. An sich ein Film den ich persönlich nimanden empfehlen würde.

No Country for Old Man: Ein Film, der einerseits ein Drama ist, aber andererseits auch an eine Komödie, Thriller, Krimi und Groteske erinnert, auf jeden Fall gibt es einiges an Blut zu sehen. Klingt jetzt vielleicht verwirrend, ist es aber nicht. Mir hat es gefallen, sehr gut sogar, schon allein wegen dem skurrilen Dialog zwischen dem Tankstellenpächter und dem Killer, gespielt von Javier Bardem, der seinen Oscar redlich verdient hat.

La vie en Rose: Die Biografie von Edith Piaf. In mehr oder weniger chronologischer Reihenfolge werden die Lebensstationen von Frau Piaf zusammen gefasst. Der Film wirkt dabei auf mich irgendwie grob zusammen gestöpselt. Es fehlt ein roter Faden, der die einzelnen Elemente miteinander verbindet. Marlon Coultard als Edith Piaf ist jedoch großartig. Gesungen hat sie im Film zwar nicht selbst, aber die Playback Aufnahmen sind dermaßen perfekt, so dass ich ihr ohne weiteres abkaufen würde, sie hätte selbst gesungen.

Horton hört einen Hu: Auf den ersten Blick scheint das ein Film zu sein, bei dem sich höchstens die kleinen Kinderlein im Kino amüsieren können und bei dem das erwachsene Begleitpersonal gelangweilt daneben sitzen muss. Tja, falsch! Auch als Erwachsener kann es einem passieren, dass man bei manchem Gag vor lachen fast das Popcorn über die Vordersitze verteilt.

Jumper: Einen Film über Menschen zu machen, die sich spontan in der Weltgeschichte rum teleportieren können, ist ja an sich eine interessante Idee. Jedoch hapert es im Fall von "Jumper" daran, dass einige Fragen unbeantwortet bleiben. Zum Beispiel wie kommt es dazu, dass sich diese Menschen teleportieren können? Wieso werden sie dabei von den Paladinen gejagt und umgebracht? Und vor allem, kann es wirklich sein, dass Hayden Christensen während des gesamten Films seinen Gesichtsausdruck nur zweimal geändert hat? Fragen über Fragen. Sollten diese und noch ein paar andere im eventuell nachfolgenden zweiten Teil nicht halbwegs sinnvoll beantwortet werden, ja dann ist "Jumper" der wohl unbefriedigendste Film in diesem Kinojahr.

Mittwoch, Februar 27, 2008

Eine Rasur gefällig?

Es gibt wieder einmal einen Tim Burton Film mit Johnny Depp in der Hauptrolle. Schon allein der erste Name ist für mich Grund genug das Kino aufzusuchen und in Kombination mit dem zweiten umso mehr. Also nichts wie rein in eine Vorstellung von "Sweeney Todd: The Demon Barber of Fleet Street". Worum geht es in dem Film? Es handelt von einem begnadeten Herrenfriseur, der nach 15 Jahren Gefangenschaft und Exil nach London zurück kehrt um sich für das an ihm und seiner Familie widerfahrenem Unrecht zu rächen. Ein Richter Namens Turpin hatte damals seine Verhaftung und Verurteilung veranlasst um sich ungestört an der schönen Frau des Friseurs zu vergreifen.

Tja, ein düsteres Thema für einen düsteren Film und meiner Meinung nach kann niemand so gut düstere Filme drehen wie Tim Burton. Ich bin ein Fan dieser melancholischen, dunklen, leicht surrealen Optik, die man immer wieder in seinen Filmen antrifft, wie zB in "Sleepy Hollow" oder "Edward mit den Scherenhänden". In "Sweeney Todd" ist dieser Stil noch wesentlich präsenter, als in seinen anderen Werken. Dreckig und verkommen präsentiert sich das London des 19 Jahrhunderts dem Zuschauer. Schwarz und Weiß sind die dominanten Farben. Ausnahmen stellen die kurzen Rückblenden und die Traumsequenz dar, die als Kontrast zum restlichen Film in kräftigen bunten Farbtönen daher kommen. Und natürlich darf man nicht das Blut vergessen, dessen Rot aus der grauen Umgebung heraus sticht. Diesen Farbton kriegt man übriges oft zu sehen, wenn der Herr Barbier seine Rasiermesser schwingt.

Dass der Herr Depp ein großartiger Schauspieler ist, hat er ja schon mehrfach bewiesen. Nun zeigt er als diabolischer Herrenfriseur der Welt, dass er auch singen kann, denn "Sweeney Todd" ist waschechtes Musical. Ein sehr makaberes noch dazu. An seiner Seite spielt die hübsche Helena Bonham Carter, von deren Gesangskünsten man sich schon in "Corpse Bride" überzeugen konnte. Mit von der Partie sind noch Alan Rickmann und Sacha Baron Cohen, den die meisten wahrscheinlich als Borat kennen und dessen Gesang auch nicht der übelste ist. Die Musik stammt von Stephen Sondheim, der das Musical im Jahre 1979 geschrieben hat und das zu dieser Zeit am Broadway aufgeführt wurde. Die Melodien sind nicht so eingängig, wie die von einem Andrew Lloyd Webber, jedoch geben sie in Kombination mit den Bildern ein harmonisches Gesamtbild ab. Vielleicht ist das auch nur eine Frage der Gewöhnung. Es ist schon öfters vorgekommen, dass mir ein Lied erst nach dem dritten oder vierten Mal hören anfängt zu gefallen. Spätestens nach der DVD Veröffentlichung werde ich es genau wissen, ob es sich mit der Musik von "Sweeney Todd" ähnlich verhält.

Unterm Strich bin ich von "Sweeney Todd: The Demon Barber of Fleet Street" schlichtweg begeistert. Optik, Inszenierung, Darsteller, da passt alles zusammen. Ein richtiger düsterer makaberer Film mit einem ordentlichen Schuss schwarzem Humor. Übrigens hat "Sweeney Todd" bei den heurigen Oscars die Auszeichnung für die beste Art Direction bekommen und das vollkommen zu recht.

Montag, Februar 25, 2008

Schlaflos durch die Nacht

Ok, vielleicht nicht ganz schlaflos, ich hab mir kurz vorher noch ein eineinhalb Stündiges Nickerchen gegönnt. Und warum? Natürlich wegen der Oscar Verleihung. Wie schon im Vorjahr, dem Jahr zuvor und den Jahren davor ebenfalls, habe ich mir auch heuer wieder das Spektakel live im Fernsehen angeschaut. Diesmal musste ich mir das nicht - dem Himmel sei Dank - auf Pro 7 antun. Der ORF übertrug die Acadamy Awards erstmals live. Die Werbepausen wurden von Eugen Freund und Alexander Horwath überbrückt, die mit relativ interessanten Kommentaren für Kurzweil sorgten.

Meine Eindrücke von der diesjährigen Veranstaltung in willkürlicher Reihenfolge:

Regis Philbin, was für ein quirliger Kerl und das obwohl er nicht mehr der jüngste ist. Er war heuer beim Moderatorenteam dabei, dass die Stars und Sternchen auf dem roten Teppich verhörte. Seine beiden Kolleginnen wirken im Vergleich zu ihm wie dahergelaufene Statisten in teuren Kleidern.

Schulterfrei ist dieses Jahr anscheinend der große Renner unter der Weiblichkeit. Beim Schaulaufen auf dem roten Teppich war die Quote an freier Haut im oberen Körperviertel ziemlich hoch, das war zumindest mein Eindruck.

Die Bühnendekoration wahr heuer nicht ganz so grauslich, wie im letzten Jahr. Jedoch erinnerten mich die großen runden Dingern an der Bühnendecke immer wieder an einen überdimensionierten Transporterraum aus Star Trek.

Jon Stewart kam mir recht handzahm vor. Wahrscheinlich war wegen des Autorenstreiks zu wenig Zeit sich mehr bösartige Witze auszudenken.

Tilda Swinton war wirklich sichtlich überrascht als ihr Name fiel. Offenbar hat sie tatsächlich gar nicht damit gerechnet den Oscar als beste Nebendarstellerin zu bekommen, so dass sie sich anscheinend nicht einmal die Mühe gemacht hat sich ein anständiges Kleid für die Verleihung zu besorgen.

Die vielen Filmcollagen, die so zwischen drin eingespielt wurden, fand ich größtenteils ziemlich unspektakulär und langweilig. Vermutlich ist das auch noch eine Nachwirkung des Autorenstreiks.

Herzigste Reaktion nach dem Vorlesens des Namens: Marion Cotillard (beste Hauptdarstellerin)

Überraschung! Überraschung! "Die Fälscher", eine heimische Produktion, gewinnt den Oscar für den besten nicht englischsprachigen Film! Zu meiner Schande muss ich zugeben, ihn noch nicht gesehen zu haben, aber ich werde das nachholen, ganz sicher.

Im Übrigen habe ich sehr viele der nominierten Filme noch nicht gesehen, auch das werde ich noch nachholen.

Schön, dass man auch mal Ausnahmen macht: Markéta Irglová (beste Filmmusik) bekam noch die Möglichkeit ohne drohendem Einsetzen der Musik ihre Dankesrede zu halten.

Was hindert diese schulterfreien Kleider eigentlich daran einfach so mal runter zu rutschen? Haben Sie die mit Klebestreifen an die Haut gepickt? Man merkt es, das Thema lässt mich nicht los.

"No Country for Old Man" hat den Oscar für den Besten Film und die Beste Regie bekommen. Der Film soll ja diese Woche hier in den Kinos anlaufen. Ich hoffe das hiesige Multiplex-Kino nimmt den Streifen ins Programm auf, aber bei dem betreffendem Kinobetreiber und seinem zielsicheren Sinn für Schrottfilme wird wahrscheinlich vorher "Meet the Spartans" gezeigt bevor "No Country for Old Man" im Projektor landet.

Unterm Strich muss ich sagen, dass ich die die 80ste Oscar Verleihung nicht so besonders prickelnd fand. Da habe ich schon besseres gesehen.

Donnerstag, Februar 21, 2008

Kontrastprogramm

Zur Abwechslung wieder einmal in aller Kürze zusammen gefasst die Film, die ich zuletzt im Kino sehen durfte. Alle hatten mehr oder weniger Krieg zum Thema und trotzdem könnten die drei Filme wohl nicht unterschiedlicher sein:

John Rambo

Eigentlich wollte ich mir "There will be Blood" anschauen, aber der hiesige Kinotempel zog es lieber vor dem Rambofilm und noch irgend einer seichte Komödie Leinwandzeit einzuräumen, anstatt das vermutlich grandiose Meisterwerk mit Daniel Day Lewis zu zeigen. Na dann habe ich mir halt "John Rambo" angeschaut. Dank diverser Berichte im Internet, bzw spezielle in Blogs, war schon mal gut auf den Film vorbereitet. Die Handlung war, wie erwartet, belanglos und unglaubwürdig. Die Kampfszenen standen im Mittelpunkt, jedoch musst man zuvor viel zu lange die seichte Geschichte ertragen bevor es mit der Action los ging. Aber dann ging es ordentlich ab. Man sieht wie großkalibrige Geschosse Soldatenkörper zerfetzten, Schädel vom Rumpf wegfliegen und man kann zuschauen wie einem unglücklichen Soldaten die Kehle raus gerissen wird. Kurz gesagt eine Gewaltorgie sondergleichen. Angesichts diesem blutigen Spektakels war ich in hin und her gerissen zwischen Faszination, Ekelgefühl und Betroffenheit. Gegen Ende hin wurde mir die Metzelei auch schon langsam zu viel. Irgendwann ist mal genug. Positiv kann man dem Film anrechnen, dass er den schon seit Jahrzehnten real existierenden Konflikt in Birma, Burma, Myanmar oder wie immer man das Land nun nennen möge, als Rahmenhandlung genommen hat. Dadurch bleibt der Konflikt vielleicht noch länger im Gedächtnis der Zuschauer, auch wenn die Massenmedien nicht mehr darüber berichten.


Der Krieg des Charlie Wilson

In charmant satirischer Weise erzählt "Der Krieg des Charlie Wilson" die reale Geschichte, wie es dazu kam, dass die Amerikaner in den 80er Jahren des vorigen Jahrhunderts die Afghanen im Kampf gegen die sowjetischen Invasoren unterstützten. Eigentlich ein ernste Thema, und trotzdem schaffen es die Filmemacher daraus einen interessanten Unterhaltungsfilm zu kreieren der mit geschliffenen pointierten Dialogen aufwarten kann. Trotz des Wortes "Krieg" Titel bekommt man von selbigen im Film nicht all zuviel zu sehen. Kampfhandlungen werden in Form von Bildcollagen zwischen den Szenen eingestreut. Ansonsten spielt sich die Geschichte die meiste Zeit abseits der Kämpfe in Büros in Washington oder sonstwo ab. Ein großer Pluspunkt des Films sind seine beiden Hauptdarsteller Tom Hanks und Phillip Seymor Hoffman. Besonders der letztgenannte ist in der Rolle des zynischen CIA-Agenten schlichtweg großartig. Mit von der Partie ist auch noch Julia Roberts, jedoch nur ein einer Nebenrolle. "Der Krieg des Charlie Wilson" kann man durchaus als unterhaltsamen und gelungen Film bezeichnen, wenn man über die klein Längen in der Handlung und dem gemächlichen Tempo hinweg sieht. Kritiklosigkeit kann man dem Streifen auch nicht vorwerfen, den am Ende wird einem als Zuschauer noch klar vor Augen geführt, wieso die Amerikaner jetzt so große Probleme mit Afghanistan haben. Hätten sie damals ihre Prioritäten anders gesetzt, dann würde es heute dort wahrscheinlich anders ausschauen.


Elizabeth: The Golden Age

Einen Film über die Königin Elizabeth, gespielt von Cate Blanchett, hatten wir vor 10 Jahren schon einmal. Damals wurden die Verstrickungen behandelt, die dazu führten, dass Elizabeth den englischen Thron besteigen konnte. Nun dreht sich ein weiterer Film um die jungfräuliche Königin, diesmal auch gespielt von Cate Blanchet, jedoch steht diesmal der Konflikt zwischen mit Spanien und England im Mittelpunkt. "Elizabeth: The Golden Age" ist ein sehr opulenter Film. Prunkvolle Kostüme und detailreiche Sets kann man in stilvollen Bildern auf der Leinwand bestaunen. Cate Blanchett darf wieder mal zeigen, dass sie wahrlich eine talentierte Schauspielerin ist. Ihre plötzlichen Gefühlsausbrüche allein sind schon ein Kinoticket wert. Aber auch die anderen Darsteller brauchen sich nicht zu verstecken, allen voran Samantha Morton als Mary Stuart.
Leider ist "Elizabeth: The Golden Age" kein völlig makelloser Film. Auch wenn die Bilder hübsch anzusehen sind, so können sie doch nicht darüber hinweg täuschen, dass sich die Geschichte zwischenzeitlich doch ein wenig hinzieht. Auch die finale Seeschlacht mit der spanischen Armada hätte ruhig noch eine Spur spektakulärer ausfallen können, zumindest hatte ich mir da mehr erwartet. Aber egal, unterm Strich hat sich der Kinobesuch für mich ausgezahlt. Und übrigens, es hat drei Anläufe gebraucht, bis ich den Film endlich sehen konnte. Beim ersten Mal ging sich der Kinobesuch zeitlich nicht mehr aus. Beim zweiten Mal wollte der Vorhang die Leinwand nicht freigeben und die Vorstellung musste abgesagt werden, aber wie heißt es so schön: alle guten Dinge sind drei.

Samstag, Februar 16, 2008

Ärger auf DVD

"Ratatouille" ist ja ein großartiger Film und im englischen Original ist er sogar noch großartiger, darum habe ich auch nicht lange gezögert und mir die Special Edition mit 2 DVDs gekauft. Rückblickend gesehen hätte ich mir das aber schenken können, denn die kurzen Beiträge auf der Bonus DVD sind zum größten Teil belanglos, uninteressant und auch nicht wirklich unterhaltsam. Die normale billigere Einzel DVD hätte vollkommen ausgereicht. Ich fühle mich nun ein wenig wie über den Tisch gezogen.
Und überhaupt welcher sadistischer Irrer ist bei Disney eigentlich auf die Idee gekommen zunächst gefühlte 274 Werbetrailer abzuspielen, bevor man überhaupt einmal ins Hauptmenü der DVD zu kommt? Zum Glück kann man sie wegschalten in dem man zum nächsten Kapitel springt, jedoch muss man das bei jedem der einzelnen Werbetrailer machen, was bei der Menge in Button Smashing ausartet. Klugerweise haben sie in dieser Phase den Menüknopf beim DVD-Player deaktiviert, sodass man vor der Wahl steht entweder seine Lebenszeit mit nervigen Werbetrailern zu vergeuden oder sich einen Fingerkrampf zu holen. Benutzerfreundlichkeit sieht anders aus.

Samstag, Februar 09, 2008

New Yorker Amateurviedo

Huch, war das aufregend, als damals der erste Trailer zu J. J. Abrams "Cloverfield" erschienen ist. Man wusste nicht um was es in dem Film gehen wird, nur das New York wiedermal verwüstet werden wird. Ich war daher besonders gespannt, als ich mich in den Kinosaal setzte. Worum geht's jetzt in den Film? Es geht um ein Rudel junger Leute, die gerade in einer New Yorker Wohnung den Abschied eines Freundes feiern, als plötzlich ein abartiges Monstrum die Stadt angreift. Panik bricht aus, alle versuchen vor dem Vieh zu fliehen, nur einer unserer jungen Helden nicht, der will nochmals zurück und eine Freundin retten. Das ganze Schlamassel wird dabei von einer der beteiligten Personen mittels einer ordinäreren Handkamera gefilmt und dieses verwackelte Filmdokument darf man dann als Zuschauer auf der Leinwand begutachten.

Die Handlung von "Cloverfield" ist nicht wirklich neu oder innovativ. Filme in denen Monster Großstädte verwüsten hat man ja schon des öfteren gesehen. Jedoch ist die Art und Weise, wie die Geschichte auf der Leinwand erzählt wird durchaus interessant und außergewöhnlich, obwohl das Konzept Spielfilm im Gewand eines Amateurheimvideo gab es in der jüngeren Kinogeschichten ja schon mal. Damals hieß es "Blair Witch Project". Ich muss gestehen, ich habe diesen Film noch nicht gesehen und kenne ihn nur vom Hörensagen her, darum war "Cloverfield" meine erste Begegnung mit einem Kinofilm in verwackelter Optik. Ich fand es recht spannend. Gebannt saß ich im Sessel und versuchte in den zittrigen Bildern Einzelheiten zu erkennen. Eine Tätigkeit die mit der Zeit auch anstrengend wird. Zum Glück hält der "Kameramann" bei den größeren Szenen mit verstärkter Special Effect's Beteiligung sein Gerät so halbwegs ruhig, damit man als Zuschauer auch ein bisschen was vom Monster sehen kann. Ansonsten geht es bei den Actionszenen drunter und drüber. Wenn die Protagonisten in Panik fliehen, dann kann es schon mal sein, dass man auf der Leinwand zwischendurch nur hektische und unscharfe Aufnahmen des Bodenbelages zu sehen bekommt.

"Cloverfield" ist ein interessantes Experiment, das versucht einen Weg abseits der ausgetrampelten Pfade des Hochglanz Actionkinos zu gehen. Angesichts dessen fällt es mir schwer "Cloverfield" als guten oder schlechten Film zu bezeichnen. Mir persönlich sind die verwackelten Amateuraufnahmen auf dauer zu anstrengend, jedoch finde ich es äußerst lobenswert, dass sich die Filmemacher getraut haben mal was anderes auszuprobieren. Ich hoffe der Film ist erfolgreich genug, so dass sich die großen Studiobosse dadurch vielleicht in Zukunft öfters dazu hinreißen lassen den ungewöhnlichen und möglicherweise verrückten Ideen von jungen aufstrebenden Filmemachern eine Chance zu geben.

Freitag, Jänner 18, 2008

A lonesome Man in New York City

Ein Mann namens Robert Neville lebt ganz alleine im endzeitlichen New York. Ganz alleine? Nein, nicht ganz. Er hat einen Hund als treuen Begleiter bei sich und in den dunklen Ecken der Stadt existieren noch gewaltbereite blutrünstige Wesen, die nur Nachts hervor kriechen, da sie auf UV-Licht etwas allergisch reagieren. Diese Wesen sind das, was von der Menschheit übrig geblieben ist, nachdem ein mutierter Virus 90% der Weltbevölkerung getötet hat. Robert Neville gehört zu dem einen Prozent, der gegen das Virus von Haus aus immun ist. Der Rest mutierte zu diesen degenerierten aggressiven Wesen. Das ist grob umrissen die Handlung von "I am Legend", den ich mir letztens im hiesigen Lichtspielhaus angesehen habe.

Ich muss sagen, die Bilder vom verlassenen New York haben mich wirklich schwer beeindruckt. Eine schwermütige Stimmung legt sich einem auf das Gemüt, wenn die Kamera durch leeren Häuserschluchten gleitet. Die Natur hat bereits damit begonnen die Stadt zurück zu erobern. Zwischen den Ritzen und Rissen der Straßen wachsen Grasbüschel hervor, auf den Grünanlagen kann die Flora ungehindert sprießen und Rehe streifen auf Futtersuche durch die Gassen. Auf den vormals von Hektik geprägten Plätzen der Stadt ist Ruhe eingekehrt. Wären die Rahmenbedingungen nicht so schlimm, könnte man fast von einem Idyll sprechen.

Melancholische idyllische Bilder sind aber nicht das Einzige was "I am Legend" zu bieten hat. Die Actionsequenzen können sich sehen lassen und der Film wird zwischenzeitlich richtig spannend. Sogar richtig furchtbar spannend. Zum Beispiel wenn der gute Neville auf der Suche nach seinem Hund mit einer Taschenlampe durch ein stockfinsteres Gebäude schleicht, man dabei außer seinem panisch Schnaufen keine anderen Geräusche hört und es eigentlich völlig klar sein sollte, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis er so einem Wesen begegnen wird. Trotzdem schrammt man just in diesem Moment vor Schreck an einem Herz-Zickzack vorbei, obwohl man es doch eigentlich schon vorher geahnt hatte. Hätte sich mein mitgebrachtes Getränk an jenem Abend nicht in einer verschließbaren Flasche befunden, ich hätte es mit Sicherheit vor lauter Schreckhaftigkeit irgendwann über meine Sitznachbarn entleert.

"I am Legend" ist zwar ein gelungener Film, jedoch schlägt er zum Ende hin eine Richtung ein, die mir nicht ganz zusagt. Ich will nicht zuviel verraten, aber es wird so nebenbei "Gottes Wille" ins Spiel gebracht. Wenn man die Ereignisse im Film mit Gott in Zusammenhang bringt, dann könnte man vielleicht zum Schluss kommen, dass dieser Killervirus eine Art Strafe für die Menschheit ist, da diese sich mit Hilfe der Gentechnik zu sehr am Werk Gottes zu schaffen gemacht hat. So eine Art Sintflut, wie sie in der Bibel beschrieben wird, nur halt mit Mikroben anstatt Wasser. Viele Sterben, nur sehr wenige überleben. Der Film drängt einem eine solche Interpretation zwar nicht auf, jedoch wird man ein wenig in diese Richtung geschubst und das ist etwas, was mir ein wenig missfällt.

Unterm Strich ist "I am Legend" ein spannender und handwerklich gut gemachter Film mit beeindruckenden Bildern, der durchaus eine Kinoticket wert ist. Auf meiner persönlichen Wertungsskala bekommt er 8 von 10 Punkten.

Donnerstag, Jänner 03, 2008

Verschwendung von Lebenszeit

Den ersten der beiden "Alien vs. Predator" Filme kann man nüchtern betrachtet wahrlich nicht als Qualitätsfilm bezeichnen, jedoch sorgten die netten kleinen Actioneinlagen bei mir ein wenig für Kurzweil. Als ich das Kinoticket für "Alien vs. Predator 2" kaufte, erwartete ich mir ähnliches. Anfangs schaute noch alles ganz gut aus. Die Stimmung passte und es gab ein paar hübsche Effektsequenzen zu sehen. Danach ging es aber zügig bergab. Die Actioneinlagen wurden langweilig, eine Handlung war quasi nicht vorhanden und genauso verhielt es sich mit der Spannung. Die ekeligen Splatterszenen  verkamen zum reinen Selbstzweck und einige davon fand ich auch ziemlich geschmacklos. Alles in allem ist "Alien vs. Predator 2" ein Film, der nicht einmal einen illegalen Download wert ist. Auf meiner Bewertungsskala gibt das einen von zehn Punkten.
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