Mittwoch, Jänner 31, 2007

Ah, da ist er wieder,…

…der Bildungsauftrag. Schon seit Jahren hat man ihn vermisst, aber mit dem neuen Führungsteam hat der ORF in offenbar wieder gefunden. In der vergangenen Woche dominierte ein Thema den Großteil der österreichischen Medien: Der Klimawandel. Der ORF hat sich einen Themenschwerpunkt gesetzt. Egal ob Fernsehen, Radio oder Internet, überall fanden sich Beiträge, Reportagen, Dokumentationen oder Filme zum Thema globale Erwärmung und der daraus resultierenden Folgen. Als Österreicher war es dadurch nahezu unmöglich sich dem zu entziehen. Aber eigentlich ist das auch gut so. Das Thema Klimawandel ist ein sehr ernstes Thema, das jeden Bewohner auf diesen Planeten betrifft. Ich finde es äußerst begrüßenswert, dass sich der ORF der Sache annimmt und versucht die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit stärker darauf zu lenken.

Auftakt zu dieser Themenwoche war der Film „The Day After Tomorow“, der es mit den Auswirkungen zwar etwas übertreibt, aber mit imposanten Bildern aufwarten kann. In den Tagen danach ging es seriöser weiter. Die wöchentlichen Belangsendungen des ORF waren fast ausschließlich mit Beiträgen über den Klimawandel gefüllt. Es gab Live-Diskussionen mit Experten im Fernsehen und in den Radioprogrammen konnten man unter anderem Tipps zum Energiesparen hören. Von den vielen Sendungen habe ich leider nur eine Universumdokumentation und den Außlandsreport gesehen, diese waren jedoch überaus interessant und auch ein wenig beängstigend. Mancher wird sich bei dem Thema denken: Na und? Es wird halt ein bisschen wärmer, das ist ja nicht so schlimm. Das mag jetzt vielleicht etwas überspitzt formuliert sein, ich jedoch glaube, dass viele Leute in unseren Breiten diese Meinung vertreten. Diesen Irrtum wollte der ORF mit seinen Sendungen unter anderem korrigieren. Die Beiträge zielten vor allem darauf ab die globalen Zusammenhänge verständlich zu machen und zu zeigen, wie indirekte Folgen des Klimawandels sich regional auswirken.

Neben extremeren Wetterkapriolen, entsteht noch eine Reihe von anderen Problemen, mit denen sich die Menschheit in Zukunft auseinandersetzten muss. Durch das Abschmelzen der Polkappen steigt der Meeresspiegel. Die Regierung von Tuvalu hat bereits damit begonnen ihre Bevölkerung zu evakuieren. Zehntausende Menschen müssen ihr Zuhause verlassen und nach Neuseeland emigrieren. Dass die Inseln von Tuvalu in naher Zukunft auf Grund der Klimaerwärmung nicht mehr bewohnbar sein werden, ist bereits Fakt und nicht mehr Rückgängig zu machen. Ähnlich wird es auch vielen anderen Menschen, die in Küstennähe leben, ergehen. Wo die einen zu viel Wasser abkriegen, bekommen andere nun zu wenig. Dürreperioden dauern länger und die Wüstengebiete dehnen sich aus. Auch da werden viele Menschen gezwungen sein ihre Heimat zu verlassen. Die südlichen Staaten unseres reichen Europas haben jetzt schon mit einem Flüchtlingsstrom aus Afrika zu kämpfen und in den kommenden Jahren wird sich das wohl noch verschlimmern.

Eine Reihe von Tierarten, wie z.B. der Eisbär, werden ihren Lebensraum verlieren und über Kurz oder Lang aussterben. Andere wiederum werden sich stärker vermehren können. Das betrifft vor allem Insekten. Einige Arten breiten sich weiter in nördliche Regionen aus und bringen dabei auch Krankheitserreger mit, die dann für die dortigen Bewohner zu einem Problem werden. Eine unerwartete Konsequenz hat die Klimaerwärmung für die Karibischen Inseln. Wegen verstärkter Windaktivitäten über dem Atlantik wird mehr Sand als normal aus der Sahara in die Karibik getragen. Mit dem Sand kommt auch ein Pilz über das Meer, der unter der dortigen jungen Bevölkerung Asthmaerkrankungen auslöst und die Korallen in den umgebenden Gewässern schädigt.

Das oben genannte ist natürlich nur ein winzig kleiner Teil der Auswirkungen der globalen Erwärmung. In den Massenmedien hört man von solchen Dingen wenig. Nur wenn ein Hurrikan eine Großstadt zerstört, wird mal der Klimawandel erwähnt. Angesichts dieser Entwicklungen erscheint mir die Diskussion hier geradezu grotesk. Ich hoffe dieser Themenschwerpunkt des ORF war nicht umsonst und hinterlässt bei den Zusehern einen bleibenden Eindruck. Bei mir hat er es jedenfalls geschafft.

Montag, Jänner 29, 2007

In weiblicher Begleitung

Heute war ich mit meinem kleinen feuerwehrroten Auto im Außendienst. Mit dabei erstmalig eine erotische Frauenstimme. Leider war die Konversation recht einseitig und etwas unterkühlt. Die Wortmeldungen der Frauenstimme beschränkten sich auf „bitte rechts halten“, „in 200 Meter links abbiegen“ oder „fahren Sie gerade über den Kreisverkehr“. Apropos „fahren Sie gerade über den Kreisverkehr“, ich frage mich, wie viele Menschen auf dem Planeten diese Anweisung wörtlich nehmen. Das es solche Menschen geben muss, wurde mir schon vor einigen Monaten verdeutlicht, als ich nicht umhin kam zwei gradlinige Reifenspuren im runden Rasenfleck eines Kreisverkehres zu bemerken.

Freitag, Jänner 26, 2007

Die Flaggen unserer Väter

Der zweite Weltkrieg erfreut sich nicht nur bei Entwicklern von Strategiespielen und Ego-Shootern großer Beliebtheit, auch die Filmindustrie verwurstet das Szenario gerne für ihre Produktionen. Clint Eastwood hat gleich zwei davon auf einem Streich gedreht. Einer davon ist „Flags Of Our Fathers“. Der Film erzählt die Geschichte von den Marines, die dabei fotografiert wurden, als sie gerade während einer Kampfpause auf der japanischen Insel Iwo Jima eine amerikanische Flagge aufstellten. In der Heimat kam das Foto in die Zeitungen und wurde unter der Bevölkerung ernorm populär. Das Bild gab ihnen Hoffnung, dass der Krieg bald ein Ende haben wird. Das Militär nutzte diese Gelegenheit und holte sich die abgebildeten Soldaten für eine Marketingaktion für Kriegsanleihen in die Heimat zurück.

Als ich mich im Kinosessel gemütlich machte, erwartete ich schon mal das Schlimmste und rechnete damit vom überschwänglichen amerikanischen Patriotismus niedergewalzt zu werden. Aber zum Glück trat diese Befürchtung nicht ein. Der Patriotismus hielt sich in überschaubaren Grenzen, stattdessen traf mich etwas anderes unvorbereitet. Ich hatte nicht mit aufwendigen und knallharten Kampfsequenzen gerechnet. Die Invasion der Amerikaner auf Iwo Jima wird hier in spektakulären Bildern in Szene gesetzt. Ich musste dabei unwillkürlich an die Landung in der Normandie aus „Der Soldat James Ryan“ denken. Ähnlichkeiten in der Intensität und der Gewaltdarstellung kann man durchaus erkennen. Da Steven Spielberg „Flags Of Our Fathers“ mitproduzierte, könnte man glauben, dass Herr Spielberg dem Herrn Eastwood bei diesen Szenen ein bisschen geholfen hat.

Das Schlachtfeld ist im Film aber eigentlich nur ein Nebenschauplatz. Den Grossteil der Handlung nimmt die Werbereise der drei Soldaten von dem berühmten Foto durch die Städte der USA ein. Der Krieg hat sie traumatisiert und sie fühlen sich nicht als Helden, trotzdem müssen sie sich von der Bevölkerung als solche feiern lassen. Nicht jeder von ihnen kann mit dieser Situation umgehen. Hier wird der Film streckenweise ziemlich emotional, an manchen Stellen vielleicht etwas zu emotional für meinen Geschmack. Clint Eastwood schafft es aber gut die zwiespältige Situation einzufangen in der sich diese Soldaten befinden. Nur bei den Zeitsprüngen in der Handlung hätte er sich etwas zurück halten können.

Unterm Strich ist „Flags Of Our Fathers“ ein solides Kriegsdrama mit ein bisschen Action, vielen Emotionen und für die Thematik erstaunlich wenig Pathos. Auf meiner persönlichen Wertungsskala gibt das 7 von 10 Punkten.

Ich bin schon mal auf „Letters From Iwo Jima“ gespannt. Dieser Film wurde ja von Clint Eastwood gleich in einem Aufwisch zusammen mit „Flags Of Our Fathers“ gedreht und beleuchtet die Schlacht auf der Insel aus japanischer Sicht.

Mittwoch, Jänner 24, 2007

So, wieder online,…

…mehr oder weniger. Die Internetverbindung dümpelt nun vor sich hin, dass es einfach nur ein Ärgernis ist. Was soll man aber machen? Hier im kleinen Bergdorf am Rande der Zivilisation ist die Auswahl an Zugangsprovidern recht übersichtlich. Es gibt eigentlich nur zwei Möglichkeiten. Die eine ist arschlangsam und teuer, aber dafür halbwegs zuverlässig. Die andere ist sauschnell und „relativ günstig“, aber dafür bekomme ich da die meiste Zeit nur „Fehler: Server nicht gefunden“ zu Gesicht. Zurzeit bin ich bei der sauschnellen und hoffe bald wieder mehr Internetseiten als Fehlermeldungen zu sehen. Prophylaktisch habe ich schon mal ein Gebet an die Götter geschickt. Vielleicht hilft es ja was. Der Kundenbetreuer beim Zugangsprovider leitet meine Anrufe inzwischen schon zu dem da um.

Na ja, zumindest hatte ich heute einen recht spektakulären Sonnenaufgang:

Montag, Jänner 22, 2007

Ensel und Krete gingen in den Wald

Oh, mein Internet funktioniert mal für 5 Minuten. Diese Gelegenheit muss natürlich für etwas Sinnvolles genutzt werden, z. B. für einen belanglosen Blogeintrag:

Wegen nicht funktionierendem Internet und dem wieder aufkeimendem Fingerkrampf nach exzessiven Computerspielen, bot es sich doch an mal den sonnigen warmen Sonntag im Jänner zu nutzen und ein Buch fertig zu lesen. Ich nahm mir einen halbwegs gemütlichen Sessel und pflanzte mich bekleidet in einem feuerwehrroten T-Shirt auf den Balkon um in den warmen Sonnenstrahlen die letzten Kapitel von „Ensel und Krete“ zu lesen, einem Märchen aus Zamonien von Hildegunst von Mythenmetz, übersetzt aus dem zamonischen von Walter Moers. Ein ganz hervorragendes Buch, voll von wunderbaren fantastischen Einfällen. Zwei Fhernachenkinder verlaufen sich im Großen Wald und erleben dort einige haarsträubende Abenteuer. Die Handlung wird unterhaltsam beschrieben und es mangelt nicht an Spannungsmomenten, welche von den Mythenmetzischen Abschweifungen, einem neuartigen Erzählstil, noch weiter verschärft werden, da der Autor diese meistens unerwartet im Buch zum Einsatz bringt.

„Ensel und Krete“ ist quasi der Nachfolgeroman von „Die 13 ½ Lebend des Käpten Blaubär“. Die beiden Geschichten sind auf dem Kontinent Zamonien angesiedelt und hängen zwar nicht direkt zusammen, aber es ist von Vorteil das Vorgängerbuch zu kennen, da man sonst nichts von den diversen Anspielungen hat. Ich habe inzwischen den Kontinent Zamonien mit all seinen verrückten, liebenswürdigen und gefährlichen Bewohnern richtig ins Herz geschlossen. Eine solch ungewöhnliche, detailreiche und phantasievoll beschriebene Welt ist mir bis jetzt noch nicht untergekommen. Man könnte Zamonien im weitesten Sinne mit Michael Endes Fantasien vergleichen, nur ist Herrn Moers Welt wesentlich humorvoller und farbenfroher. Ich bin jedenfalls davon begeistert und kann die Bücher jedem empfehlen der auch nur ein kleines bisschen was für fantastische Literatur übrig hat.

Vor zu wenig Zamonien-Lesestoff brauche ich mich momentan nicht zu fürchten, da mit „Rumo und Die Wunder im Dunkeln“ und „Die Stadt der träumenden Bücher“ noch zwei ordentlich dicke Bücher der Lesung harren. Jetzt werde ich aber mal „Das Lied von Eis und Feuer 1. Die Herren von Winterfell“ in Angriff nehmen. Dieser Roman liegt schon ein paar Monate bei mir rum und schreit jetzt förmlich danach gelesen zu werden. Schließlich will ich ja ordentlich mit klugscheißen können, wenn HBO die Buchreihe tatsächlich verfilmt und als Serie ins Fernsehen bringt.

Und bevor ich es noch vergesse, schön darauf achten: Hexen stehen immer zwischen Birken.

Freitag, Jänner 19, 2007

Scheiß Internet

Meine Internetverbindung im Büro spinnt. Ständig kommt es zu Verbindungsabbrüchen. Äußerst unpraktisch das Ganze. Die Techniker vom Zugangsprovider waren schon mehrmals da und haben die Hardware durchgecheckt mit dem Ergebnis, dass bei der alles in bester Ordnung ist. Jetzt wurde der Server, welcher die Accounts verwaltet, als Übeltäter ausgemacht. Mal schauen ob die Techniker ihm diese Faxen wieder austreiben können. Diese Verbindungsabbrüche sind richtig lästig geworden. Es ist für mich nahezu unmöglich geworden in Ruhe durch die Blogosphere zu surfen. Inzwischen ist es schon soweit gekommen, dass ich sogar was arbeite nur um die Zeit tot zu schlagen. Dieser Zustand ist nicht mehr tragbar. Das muss ein Ende haben!

PS: Diesen Beitrag online zu stellen war unter den oben genannten Umständen ein äußerst krampfhaftes und nervenaufreibendes Unterfangen.

Mittwoch, Jänner 17, 2007

Abracadabra

Von „Memento“ war ich schwer beeindruckt und „Batman Begins“ erwies sich als positive Überraschung. Daher ging ich mit recht hohen Erwartungen in die Vorstellung von Christopher Nolans neuestem Werk „The Presige“ und wurde nicht enttäuscht. Worum geht es? Es geht um zwei Bühnenmagier im 19. Jahrhundert, welche ihre Karriere zuerst gemeinsam als Assistenten bei einem Zauberkünstler beginnen. Nach einem tragischen Unfall während einer Vorstellung trennen sich die Beiden im Streit und starten jeweils mit einer eigenen Bühnenshow. Dadurch werden sie zu Rivalen und ein Kampf um die Gunst des Publikums und die Geheimnisse des jeweils anderen beginnt.

„The Prestige“ fängt eigentlich mit dem Ende der Handlung an und erzählt über mehrere Rückblenden in unterschiedlichen Zeitebenen die Geschichte. Das hört sich vielleicht kompliziert an, ist es aber nicht. Zumindest nicht, wenn man die meiste Zeit seine Aufmerksamkeit dem Geschehen auf der Leinwand schenkt. Tätigkeiten wie zwischendurch aufs Klo gehen oder Popcorn holen sollte man vermeiden, ansonsten könnte es etwas verwirrend werden. Obwohl ich sowieso kein Verständnis für Leute habe, die mitten im Film den Saal verlassen um ihren niederen Instinkten nach zu gehen. So etwas regelt man vor der Vorstellung. Diese Leute sind dann schon selber Schuld, wenn sie bei der Handlung nicht mehr mitkommen, aber ich schweife ab. Ich war von der verschachtelten Erzählweise äußerst angetan. Der Herr Nolan schafft es ausgezeichnet einen in der Geschichte zuerst in eine Richtung zu leiten um dann plötzlich eine Kehrtwendung zu machen. Mysteriöse Dinge geschehen und werden erst gegen Ende hin aufgeklärt. Zwischendrin gibt es Momente in denen die Handlung etwas träge wird, aber nur um dann gleich darauf wieder an Fahrt auf zu nehmen.

Für die Rollen wurden erstklassige Darsteller wie Christian Bale, Hugh Jackman, Michael Caine und Scarlett Johansson verpflichtet. Auch David Bowie darf hier mal wieder ein bisschen schauspielern, zwar nur in einer Nebenrolle, aber dafür hinterlässt er einen bleibenden Eindruck. Positiv aufgefallen ist mir vor allem der Herr Jackman, der nun mal außerhalb eines Actionfilms sein Talent unter Beweis stellen darf. Der Herr Bale ist meiner Meinung nach sowieso über jeden Zweifel erhaben. Bis jetzt hat mir jeder Film mit ihm in einer Hauptrolle sehr gut gefallen. Ach und dann ist da ja auch noch die fast schon unverschämt hübsche und großartige Frau Johansson, leider aber nur in einer Nebenrolle.

Bei der optischen Präsentation spielt „The Prestige“ in der oberen Liga mit. Egal ob prunkvoller Theatersaal, voll gestopfte Künstler Werkstätten oder die dreckigen Straßen von London. Die Sets sind detailliert und wirken durchwegs glaubwürdig. Jedoch stehen immer die Handlung und die Charaktere im Vordergrund. Effekte und Ausstattung dienen in erster Linie zur Unterstützung der Geschichte und verkommen nie zum Selbstzweck. Diese Zurückhaltung und den wohldosierten Einsatz von Effekten konnte man beim Herrn Nolan auch schon in „Batman Beginns“ sehen.

„The Prestige“ ist ein ganz großartiger Film, der später sicher auch in meine DVD-Sammlung zu finden sein wird. Einzig ein paar Längen in der Handlung könnte man bekritteln, aber die sind letztendlich auch nur halb so wild. Wirklich negativ in Erinnerung geblieben ist mir nur ein Frau zwei Reihen links vor mir. Deren Mobiltelefon klingelte während der Vorstellung und sie hat gefühlte 15 Minuten in ihrer Handtasche rumgewühlt, bis sie es endlich fand und zum schweigen brachte. Während so eines Moments bin ich stark dafür in solchen Fällen Strafen wie beim Käse-Fondue essen einzuführen. Wessen Handy einmal im Kino klingelt, bekommt beim ersten Mal fünf Stockhiebe, beim zweiten Mal zwanzig Peitschenhiebe. Beim dritten Mal geht er mit einem Gewicht an den Füßen in den nächsten See baden. Glaubt mir, ich war schon in 2 Filmvorstellungen, in denen die dritte Strafe zum Einsatz gekommen wäre. Ach, ich schweife schon wieder ab. Auf meiner persönlichen Wertungsskala bekommt „The Prestige“ 9 von 10 Punkte.

Sonntag, Jänner 14, 2007

Musik zum Sonntag

Es hatte schon ein bisschen was Kitschiges an sich, als ich im sonnendurchfluteten Wald rumlatschte und dabei Mozarts Streicher Quartett Nr. 17 im Ohr hatte. Irgendwie gruselig wurde es mir bei der Kombination dunkles Unterholz und Tschaikowskys Tanz der Zuckerfee. Dafür mangelte es nicht an Melodramatik, als ich mich beim Rasten unter gewaltigen Tannen mit Mozarts Klarinetten Konzert in A Moll beschallte. Seine Klavier Sonate Nr. 11 erwies sich jedoch für das Bergauf gehen als überaus ungünstig. Die flotte Melodie wollte nicht zu meiner trägen Schnauferei passen und sie verursachte überdies noch unnötigen Stress.

And now something completly different:
Heute hatte ich das erste Mal seit langem wieder einen ordentlichen Krampf vom vielen Computerspielen in meinen Händen. Vielleicht hätte ich nach den ersten drei Stunden mit Twilight Princess doch eine Pause einlegen sollen, anstatt gleich mit den nächsten drei weiter zu machen. Rückblickend finde ich es jedoch erstaunlich, dass mich in dieser Zeit nie der Ruf der Natur ereilte.
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