Mittwoch, Jänner 10, 2007

Geschmacksverirrungen?

In den letzten Jahren konnte ich beobachten, dass mein Musikgeschmack wie ein fettes Hausschwein im Bierrausch von einem Genre zum anderen torkelte. Angefangen bei den Corrs hin zu den Wir sind Helden über die Ausseer Hardbradler weiter zu Coldplay. Zwischendurch kamen mal die Global Kryner, dann war mal Rammstein hoch im Kurs bis ich plötzlich bei Jack Johnson gelandet bin, um danach dann die Arctic Monkeys gut zu finden. Zuletzt säuselten Snow Patrol, Lily Allen und Katie Melua in mein Ohr bis sie laut dröhnend von Franz Ferdinand, Audioslave und Mando Diao abgelöst wurden. In der Zeit dazwischen lauschte ich auch mal der Musik von Goldfrapp und den Gorillaz.

Seit Beginn des Jahres hat die Angelegenheit plötzlich aber völlig neue Formen angenommen. Wer nun meinen MP3-Player einschaltet, dem werden Kompositionen von Tschaikowsky und Mozart ins Ohr geschmettert. Derzeit liegen die Songs aus dem Nussknackerballett weit oben auf der Abspielliste. Die Musik wirkt irgendwie beruhigend auf mich, ein Umstand, der sich während nervigen Situationen beim Autofahren als vorteilhaft herausstellte. Momentan finde ich klassische Musik richtig gut, und zwar schon dermaßen gut, dass ich mit dem Gedanken spiele mir so eine Megakompilation zu kaufen, mit all den Greatest Hits von den ganzen Komponisten, die in den vergangenen Jahrhunderten so den Musikmarkt aufgemischt hatten. Eine seltsame Entwicklung die sicher noch einige Monate anhalten wird. Mal schauen was danach kommt. Ich hoffe ich wanke dann nicht in Richtung deutscher Schlager und dem ganzen volkstümliche Gejaule. Mit solch einem Musikgeschmack könnte ich mich nicht mehr ungeniert in einem Spiegel an schauen. Der Gipfel der Perversion wäre dann nur noch der zwanghafte Konsum des Musikkantenstadl. Brrr! Bei dem Gedanken läuft es mir eiskalt den Rücken runter.

Und weil ich gerade beim Thema bin, fällt mir jetzt wieder ein, was ich letztens bei „Die Top 500 der Dinge, die besser sind als Fußballgucken“ gelesen habe:
„Lade per Tauschbörse illegal sämtliche Schlager- und Volksmusikalben auf Deinen Rechner. Du weißt ja: “Copy kills music” - wenn das kein Anreiz ist!“
Ob das nicht mal einen Versuch wert wäre.

Sonntag, Jänner 07, 2007

Gleich 4 auf einen Streich

In den letzten Wochen habe ich mir auch ein paar Filme angesehen, war jedoch zu faul zu beschäftigt meinen Senf dazu hier nieder zuschreiben. Das wird jetzt in Kurzform nachgeholt:

Apocalypto

Mel Gibsons neuer Film handelt über einen jungen Jäger aus einem Maya Dorf, der von fremden Kriegern verschleppt und versklavt wird, geopfert werden soll, aber es doch noch schafft zu fliehen um seine schwangere Frau und seinen Sohn zu retten. Eine recht simple Geschichte, was aber nicht weiter stört, denn "Apocalypto" ist spannend und reich an Action, da kommt keine Langeweile auf. Beeindruckt hat mich Ausstattung und die Inszenierung des Alltagslebens dieser mittelalterlichen Hochkultur. Es wäre interessant zu erfahren, wie weit die gezeigten Dinge der Realität entsprachen oder ob die Filmemacher hier doch mehr ihre Fantasie spielen haben lassen. Hätte ich mehr Zeit, würde ich das vielleicht sogar nachrecherchieren. Wie auch immer, mir hat "Apocalypto" recht gut gefallen, trotz der ständigen Untertitelleserei. Nur für zarte Gemüter ist der Film eher ungeeignet, da der Herr Gibson an expliziten Gewaltdarstellungen nicht spart und so mancher Charakter seinen Kopf verliert. Auf meiner persönlichen Bewertungsskala gibt das optisch brillante 8 von 10 Punkten

Déjà Vu

Auf einer Fähre voll mit feierndem Militärpersonal und deren Angehörigen explodiert eine Bombe und tötet hunderte von Menschen. Das FBI versucht diesen Fall mit Hilfe einer völlig neuartigen Überwachungstechnologie aufzuklären. Bei "Déjà Vu" handelt es ich um einen Sience Fiction Thriller, der in der heutigen Gegenwart spielt. Dieser Umstand kratzt meines Erachtens ein wenig an der Glaubwürdigkeit der im Film zur Schau gestellten Technik. Wenn man jedoch darüber hinwegsehen kann und einem auch die Logikfehler nicht stören, die sich zwangsläufig ergeben, wenn man an der Zeitlinie rumspielt, dann steht einem für einen spannenden Kinoabend mit ein bisschen Action nichts im Weg. Ich für meinen Teil hatte damit jedoch schon ein bisschen meine Probleme, trotzdem gibt das auf meiner persönlichen Bewertungsskala 7 von 10 Punkten.

Das Leben der Anderen

Ein ruhiger aber großartiger Film über einen Stasibeamten in Ostberlin Mitte der 80er Jahre, welcher bei der Überwachung eines Theaterautors, sich dazu bewegt fühlt seine Überzeugungen neu zu überdenken. Trotz des gemächlichen Erzähl-Tempos schaffte es „Das Leben der Anderen“ mich mit seiner durchdachten Handlung von Anfang an zu fesseln. Auch die wunderbaren Schauspieler trugen ihres dazu bei. Wieder ein Stück Filmkunst, auf das sich ohne das Internet wahrscheinlich nie Aufmerksam geworden wäre. Hier hat sich die ganze Blog-Leserei wieder mal ausgezahlt. Für diesen grandiosen Film gibt es auf meiner persönlichen Bewertungsskala 9 von 10 Punkten.

Das Mädchen mit dem Perlenohrring

„Das Mädchen mit dem Perlenohrring“ spinnt eine fiktive Geschichte rund um die Entstehung des gleichnamigen Gemäldes aus dem Jahre 1660 von dem niederländischen Maler Vermeer. Die Handlung im Film wird recht langweilig erzählt. Na ja, vielleicht ist langweilig ein zu hartes Wort dafür, sagen wir, der Film hat nur sehr wenige Spannungsmomente. Trotzdem bereue ich es zutiefst ihn nur im Fernsehen und nicht im Kino gesehen zu haben. Grund dafür ist die brillante optische Präsentation. Beinahe jede Szene könnte einfrieren und als Bild an die Wand hängen. Hier waren wahrlich Meister ihres Faches am Werk. Darum, und auch wegen der wunderbaren Scarlett Johansson, gibt auf meiner persönlichen Bewertungsskala 8 von 10 Punkten.

Freitag, Jänner 05, 2007

Albtraum

Letzte Nacht nach langer Zeit hatte ich nun einen Traum, an dem ich mich tatsächlich jetzt im Wachzustand noch genau erinnern kann.

Es begab sich so, dass morgens der Wecker klingelte. Die ersten Sonnenstrahlen fielen durch das Fenster und malten ein Rechteck auf die Wand neben dem Bett. Es schien ein schöner Tag zu werden. Ich stand auf, reckte mich und schlurfte zum Fenster um mal zu schauen, wie sich die Landschaft heute so präsentiert. Im ersten Moment etwas irritiert nahm ich zur Kenntnis, dass sich auf der Wiese vor dem Haus hunderte von Menschen versammelt hatten, alle gekleidet in einem dunkelgrünen Mantel im Landhausstil und auf dem Kopf einen dunkeln Hut mit breiter Krempe. Die Sonne war gerade dabei hinter einem Hügel am weit entfernten Horizont hervor zu kriechen. Das Licht flutete über die morgendliche Szenerie. Es brach sich in den leichten Nebelschwaden, welche sich nun anschickten von den Tälern empor zu steigen. Wie eingefroren standen die Menschen schweigend eng beieinander mit dem Rücken zu mir und blickten in die aufgehende Sonne. Nur eine Frau in der hinteren Reihe hatte ihren Kopf gedreht schien etwas links von ihr interessanter zu finden als den Sonnenaufgang. Ich weiß nicht was die Aufmerksamkeit der Frau erregte, aber es war mir auch egal, denn durch ihre Kopfdrehung offenbarte sie mir ihr Gesicht. Das morgendliche Licht brandete daran und hob ihr perfektes Profil hervor. Alles in allem breitete sich vor mir ein Bild aus, das an Atmosphäre und Schönheit nicht mehr zu überbieten war. Ich hatte das tiefe Verlangen diese Szene photographisch für die Nachwelt zu konservieren und wollte nach der Kamera greifen, nur diese welche war nirgends zu sehen. Hektisch durchsuchte ich das Zimmer, schaute in Schränke, zog Schubladen heraus und kroch sogar unter das Bett, aber es war keine Kamera zu finden. Ein nahezu perfekter Moment für ein perfektes Foto verstrich vor meinen Augen und ich konnte nichts dagegen unternehmen. Angesichts dieser Tatsache verfiel ich Hysterie. Schließlich holte mich mein Mobiltelefon durch seine lauten Kuckucksrufe in die Realität zurück.

Dienstag, Jänner 02, 2007

Feiertagsaktivitäten 2006

Nun sind die Feiertage vorbei, die Mission Christbaum konnte nach mehrstündigem Rumgelatsche durch den in Schnee und Eis gehülltem Wald erfolgreich zum Abschluss gebracht werden und auch der Heilige Abend verlief besinnlich ohne gröbere Vorkommnisse. Nur mein Bruder wollte auch diesmal das alljährliche Gesinge von Weihnachtsliedern verhindern und pochte stattdessen vehement auf den Einsatz einer Audio-CD mit weihnachtlichen Tonaufnahmen von Männergesangsvereinen. Sicher könnte man unsere gesangliche Darbietung als kulturelle Vergewaltigung von traditionellem Liedgut bezeichnen und natürlich würden uns jedes Jahr die Nachbarn vorzeitig mit einer Einstweiligen Verfügung beschenken, um das Singspektakel zu verhindern, wenn sie nicht sowieso außer Hörweite wohnen würden, aber trotzdem, singen gehört irgendwie zum heiligen Abend dazu. Somit bestand ich - als Verfechter von Traditionen - darauf die Lieder zumindest mit zu singen. Eine blöde Idee, wie sich bald herausstellte, denn durch die im Hintergrund säuselnden Männerchöre wurde uns erst recht klar vor Augen geführt wie falsch wir mit unseren Tönen lagen. Also weg mit der CD und einfach wieder selber ungeniert „o du Fröhliche“ in das Wohnzimmer schmettern. Als Vergeltung hat mich mein Bruder schließlich während meines Weihnachtsmedleys ausgiebig fotografiert. Zum Glück kann man mich auf den Fotos nicht singen hören. Geschenke gab es dann natürlich auch. Ich durfte mich über ein rotes T-Shirt, eine schwarze Hose, einen 50 Euro Kinogutschein, eine Flasche leckeren Kürbiskernlikör, einem nachtschwarzen Pyjama mit Snoopy Aufdruck sowie ein paar Tafeln schmackhafter Zotter Schokolade freuen.

In den Tagen nach dem 24. war bei uns Full House angesagt. Geschwister plus Schwager und Schwägerin inklusive Neffen und Nichte versammelten sich, um die Zeit zwischen den Feiertagen gemeinsam zu verbringen. Ich hatte mir für die Feiertage viel vorgenommen: den ungelesenen Bücherstapel verkleinern, Zelda durchspielen, ein bisschen am Crosstrainer strampeln und eine Partie Anno 1701 zu zocken sowie ein wenig photoshopen. Geworden ist daraus wenig. Bis zum Jahreswechsel konnte ich noch das vor einem Monat begonnen „Im Brunnen der Manuskripte“ fertig lesen und bei „Ensel und Krete“ kam ich nicht über die ersten drei Kapitel hinaus. Meine ältere Schwester hatte es im Gegensatz zu mir geschafft, die 1021 Seiten Schwarte „Harry Potter und der Orden des Phönix“ innerhalb von 4 Tagen von Anfang bis zu Ende auszulesen. Meistens saß ich in der Küche und ratschte mit dem Schwager über die unterschiedlichsten Dinge. Am Abend wurde in der Regel ein Film auf DVD gekuckt und hin und wieder ein bisschen Alkohol getrunken. Die Wii erfreute sich großer Beliebtheit bei der Verwandtschaft. Es wurden viele spannende Bowling Partien mit Wii Sports veranstaltet und so manches schweißtreibendes Tennismatch ausgetragen. Das jüngere Publikum vertrieb sich die Zeit oft mit Wii Play. Meiner Nichte hat es das Angeln angetan, während die beiden älteren Neffen hauptsächlich Billard und Panzer spielten. Ich kam da nur selten zum Zelda zocken. Nintendos neue Konsole hatte es geschafft alle Anwesenden auf die eine oder andere Weise in ihren Bann zu ziehen. Die PS2 kam nur einmal zur Demonstration von Guitar Hero 2 zum Einsatz.

Silvester verbrachte ich zu Hause. Es gab Brötchen und Sekt. Der Einfachheit halber begoss ich gleich einen Teil der Brötchen und die meisten am Tisch sitzenden Personen beim Öffnen der 3 Liter Sektflasche ungewollt mit deren Inhalt. Meine Schwester rief vorher noch ich solle die Flasche schräg halten. Habe ich zuerst auch gemacht, jedoch danach gleich aufgestellt und schwups sprudelte eine beachtliche Fontäne schäumenden Sekts in die Luft und verteilte sich in der Umgebung. Nach dem ersten Schreck trug der Vorfall jedoch zur allgemeinen Erheiterung bei. Einen Vorteil hatte das Spektakel, so konnte man Brötchen und Sekt gleich in einem konsumieren. Nach dem Essen durfte der jüngste Neffe endlich mit dem Papa Raketen schießen gehen. Er war schon den ganzen Nachmittag über aufgeregt und drängte am Abend die Gesellschaft zum schnelleren Brötchen essen, damit es endlich losgehen konnte. Ich bugsierte mich und die Kamera während des Feuerwerks auf den Balkon und versuchte die Explosionen mehr oder weniger erfolgreich bildlich fest zu halten. Hier eine Auswahl der gelungeneren Photos:

Bis Mitternacht wurden die letzten Sektbrötchen verdrückt und der Alkohol ausgetrunken um dann vom Balkon aus das Feuerwerk der Bewohner drunten im Tal zu bestaunen.

Freitag, Dezember 22, 2006

Schönes Wochenende

So, das Weihnachtswochenende steht bevor. Alle Geschenke sind gekauft und der Kühlschrank ist für die Feiertage gefüllt. Fehlt nur noch der Christbaum, den muss ich morgen noch besorgen. Eigentlich hat in den letzten Jahren immer mein Bruder den Baum schon eine Woche vor dem heiligen Abend organisiert. Heuer hat er aber, genauso wie ich, ganz übersehen, dass ja schon Weihnachten ist. Also geht es morgen auf in den verschneiten Wald. Kann ja nicht so schwer sein da was passendes zu finden, schließlich ist das kleine Bergdorf am Rande der Zivilisation von Bäumen regelrecht umzingelt, da wird darunter doch noch irgendwo ein brauchbarer Christbaum sein. Wir haben ja noch jedes Jahr einen gefunden.

Das Bestücken des Baumes mit diversem Dekorationszeugs und kalorienreichen Leckereien wird wieder mir obliegen. Eine Aufgabe mit nicht zu unterschätzenden Privilegien. Zum Beispiel kann ich besonders schmackhafte Süßigkeiten, soweit sie ihren Weg aus der Packung an mir vorbei auf den Baum überleben, an schwer zugänglichen oder schlecht einsehbaren Stellen platzieren. Ich komme dann später schneller an meine Beute, während der Rest der Familie langwierig nach den Leckereien am Baum fahnden muss. Die Frau Mama kauft ja immer viel zu viel süßen Weihnachtsschmuck, da bleibt meistens die Hälfte davon übrig. Sie meint dann jedes Jahr, man könne ja später was dazu hängen, wenn das meiste schon runter gegessen wurde. Pah! Wie naiv. Der Überschuss wird natürlich von mir an einem geheimen Ort gehortet. Der Zugang zu diesem Depot wird nur jenen gewährt, die mir vorher ausreichend gehuldigt haben. Ich schwelge dieser Tage dann immer in einem leichten Rausch von Macht.

Neben dem Dekorieren des Baumes und dem Verstecken der Süßigkeiten, hoffe ich dieser Tage auch ein bisschen Zeit zum Lesen und zum Wii spielen zu erübrigen. Ein großer Stapel ungelesener Bücher liegt bei mir rum und bei Zelda Twilight Princess bin ich ein bisschen im Rückstand. Ein Freund von mir ist bei dem Spiel nämlich schon wesentlich weiter und er schwärmt mir dann immer vor was da noch so alles an Tollem passiert. Ich werde dann immer leicht ärgerlich über meinem Wissensrückstand. Dieser Zustand muss geändert werden. Erschwerend kommt jedoch hinzu, dass über die Feiertage die ganze Familiensippschaft antanzt und davon sicher einige mit der Wii spielen wollen. Da bleibt mir am Ende wieder weniger Zeit für Zelda. Wenn ich mir das so recht überlege, dann werden die nächsten Tage eher turbulent als besinnlich. Aber es ist auch schön, wenn die ganze Familie wieder für ein paar Tage unter einem Dach vereint ist.




So, und nun möchte ich noch allen, die sich über die Feiertage hier her verirren, frohe Weihnachten und ein braves Christkind wünschen.

Dienstag, Dezember 19, 2006

Eragon, die Verfilmung

Damals, nach dem lesen des Buches, hatte ich mir noch gedacht „Ich hoffe die Verantwortlichen bringen den Roman auf die Leinwand, weil ihnen die Geschichte gefällt und sie daraus einen großartigen Film machen wollen und nicht weil „Herr der Ringe“ und „Harry Potter“ finanziell so erfolgreich sind und es gerade in Mode ist Fantasyfilme zu produzieren“. Nun, nachdem ich den Film gesehen habe, weiß ich, dass letzteres zutreffend ist. Für mich persönlich war die Filmversion von „Eragon“ ein mittelschweres Desaster. Die Elemente, welche mir am Buch gut gefallen haben, waren im Kinofilm, wenn überhaupt, nur noch in einer homöopathischen Dosierung vorhanden. Die Verantwortlichen haben die Handlung rund um Eragon extrem zusammengekürzt, vieles verändert und vereinfacht. Charakterentwicklung und Erzähltiefe fielen der Unfähigkeit der Drehbuchautoren zum Opfer. Es hat mir beinahe körperliche Schmerzen beschert, mit an zu sehen, wie diese gute Geschichte zwecks des schnöden Kommerzes derartig verunstaltet wurde. Pfui, wie konnte der Buchautor nur so was zu lassen?

In der Besetzungsliste kann man große Namen wie Jeremy Irons, John Malkovich oder Djimon Hounsou lesen. Anscheinend reines Marketingkalkül, den außer Jeremy Irons als Brom hatte keiner genug Leinwandzeit um wirklich im Gedächtnis zu bleiben. Für die Hauptrolle hat man den unbekannten Edward Speleers genommen. Offenbar weil er so ein „liebes“ Gesicht hat und er damit bei den Mädchen unter 12 Jahren punkten kann, aber sicher nicht wegen seines beeindruckenden schauspielerischen Talents. „Eragon“ will ein großes Fantasyepos sein, scheitert daran aber kläglich. Mit übertriebener Musik zur falschen Zeit und aufgesetzten schwülstigen Dialogen versuchen die Filmemacher große Gefühle zu erzwingen. Zeitweise war es mir schon zu ekelig, sodass ich mit dem Gedanken spielte den Saal zu verlassen.

Nach so viel Kritik nun mal was positives. Die visuellen Effekte waren nicht so schlecht, den Drachen haben sie nett animiert und der Endkampf war spannend in Szene gesetzt. Das war es aber schon.

Auf meiner persönlichen Wertungsskala gibt das 3 von 10 Punkten, wegen der netten Effekte, ansonsten bin ich von dieser Buchverfilmung schwer enttäuscht. Der Film „Eragon“ ist nur was für Leute, denen es egal ist, wie lieblos die Geschichte hingerotzt ist, Hauptsache auf der Leinwand fliegt ein Drache rum.

Montag, Dezember 18, 2006

Shrek the Third

Ohhhh! Es gibt einen ersten Trailer zu Shrek 3.


Ich habe keine Zweifel daran, dass auch der 3. Teil absolut grandios wird und er seinen Vorgängern an Witz um nichts nach steht.

Einbruchsmeldung

Heute ist der Winter im kleinen Bergdorf am Rande der Zivilisation eingebrochen und er hat Schnee da gelassen, diese Drecksau. Zu allem Überdruss ist auch noch Montag.
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