Dienstag, Oktober 31, 2006
Dem Kaufrausch verfallen.
Und wieder einmal war ein schwerer Anfall von Konsumgeilheit der Grund warum ich nicht mehr Herr meiner Handlungen war. Ansonsten wäre ich nicht so unvernünftig gewesen zwei Vollpreisspiele zu kaufen, obwohl ich gerade noch genug Zeit zusammen kratzen kann um eines davon ordentlich zu zocken. Da wäre zum einen „Anno 1701“, wo ein Inselwelt darauf wartet besiedelt und industrialisiert zu werden, versorgt von einem raffinierten System an Produktions- und Verarbeitungsbetrieben, und zum anderen „Dark Messiah of Might & Magic“ (selbstverständlich uncut), das mit blutiger Schnetzelei lockt, bei der man Orks von Klippen rempelt, Untote ins Feuer schubst oder Gegner von hinten mit dem Schwert penetriert. Beide Spiele haben ihre Reize und verlocken zum zocken. Die Wahl fällt mir schwer.
Sonntag, Oktober 29, 2006
Ein Moment der festhaltenswerten Sorte
Heute war wahrscheinlich der letzte schöne warme Herbsttag für dieses Jahr, an dem man ganz locker noch kurzärmelig mit dem Fahrrad durch die Landschaft cruisen konnte. Am späten Nachmittag dieses Tages kam es, dass in der schon tief hängenden Sonne ganz überraschend und ohne Vorwarnung ein Windstoß die verfärbten Blätter von einer Pappel riss, während ich gerade mit dem Rad darunter vorbei fuhr. Es ist ein irres Gefühl plötzlich mitten durch einen Schwall rumschwirrender goldgelb leuchtender Blätter zu gleiten. Dieser Anblick war fast so grandios, wie die zum danieder knien schöne Szene im Film „Hero“, als sich die beiden Damen zum Duell im Laubwald trafen. In genau solchen Situationen wünschte ich mir, ich hätte ständig eine Kamera aufgeschnallt, um diese kurzen Momente spontan für die Nachwelt fest zu halten. Ich hoffe irgendwann erfindet jemand so ein Ding, denn bis ich die normale Kamera aus meinem Rucksack gegraben habe, ist die Show meistens schon vorbei.
Nachtrag:
Wenn ich von dem Moment schon keine Photos machen konnte, dann will ich diesen Beitrag wenigstens mit Bildern illustrieren, welche dem am nächsten kommen:

Diese Eindrücke stammen aus „Hero“, welcher meiner Meinung nach bildgewordene Poesie ist und alles andere als eine monströse Kinoleinwand darf man als Wiedergabemedium für diesen Film ganz ungeniert als unwürdig bezeichnen.
Nachtrag:
Wenn ich von dem Moment schon keine Photos machen konnte, dann will ich diesen Beitrag wenigstens mit Bildern illustrieren, welche dem am nächsten kommen:

Diese Eindrücke stammen aus „Hero“, welcher meiner Meinung nach bildgewordene Poesie ist und alles andere als eine monströse Kinoleinwand darf man als Wiedergabemedium für diesen Film ganz ungeniert als unwürdig bezeichnen.
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Erlebnisse
Freitag, Oktober 27, 2006
Pläi Stäschn Zwa
Meine PlayStation 2 entschied sich ja letztens nach 9monatiger Dienstzeit mitten in einem heißen Gefecht ihr Leben auszuhauchen. Mit so einer leblosen Konsole kann man ja nicht mehr viel anfangen, also zurück damit zu den Leuten von Amazon, welche mir dafür schnurstracks die Euros für eine neue PS2 überwiesen, die ich dann wiederum genauso schnurstracks in eine selbige investierte.
Und so war es möglich, dass ich die letzte Nacht mit einer ausgiebigen Session „Guitar Hero“ verbrachte. Das war auch schon mehr als überfällig, denn der übermäßige Konsum des letzten Albums von Audioslave hatte mich schon wieder ganz gustrig darauf gemacht. Ich fühle mich jedes Mal wie ein junger Gott, wenn ich ein Gitarrensolo weitgehend fehlerfrei geschafft habe und mir die virtuellen Zuschauer hysterisch zujubeln. Außerdem muss ich mich noch ein bisschen auf den 23. November einstimmen, da an dem Tag wird die Welt mit „Guitar Hero 2“ beglückt.
Und so war es möglich, dass ich die letzte Nacht mit einer ausgiebigen Session „Guitar Hero“ verbrachte. Das war auch schon mehr als überfällig, denn der übermäßige Konsum des letzten Albums von Audioslave hatte mich schon wieder ganz gustrig darauf gemacht. Ich fühle mich jedes Mal wie ein junger Gott, wenn ich ein Gitarrensolo weitgehend fehlerfrei geschafft habe und mir die virtuellen Zuschauer hysterisch zujubeln. Außerdem muss ich mich noch ein bisschen auf den 23. November einstimmen, da an dem Tag wird die Welt mit „Guitar Hero 2“ beglückt.
Was ich so mag
Was ich mag:
Einen heißen Cappuccino mit viel Milchschaum, dazu einen fetten Schokolade-Donut zum reintunken und die Zeit das Ganze zu genießen.
Was ich nicht mag:
Traktorfahrer, welche mit dreißig Km/h noch gemütlich auf der Straße dahin tuckern, obwohl sie hinter sich eine Kilometer lange Autokolonne nachziehen, und dabei jede Möglichkeit, den Autofahrern ihr Los zu erleichtern, demonstrativ ignorieren.
Radfahrer, die sich dafür entschieden haben, den Weg, welcher extra für sie gebaut wurde, nicht zu benutzen und stattdessen auf der Straße bei den Autos fahren.
Einen heißen Cappuccino mit viel Milchschaum, dazu einen fetten Schokolade-Donut zum reintunken und die Zeit das Ganze zu genießen.
Was ich nicht mag:
Traktorfahrer, welche mit dreißig Km/h noch gemütlich auf der Straße dahin tuckern, obwohl sie hinter sich eine Kilometer lange Autokolonne nachziehen, und dabei jede Möglichkeit, den Autofahrern ihr Los zu erleichtern, demonstrativ ignorieren.
Radfahrer, die sich dafür entschieden haben, den Weg, welcher extra für sie gebaut wurde, nicht zu benutzen und stattdessen auf der Straße bei den Autos fahren.
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Erlebnisse
Montag, Oktober 23, 2006
Vorweihnachtszeit
Ich weiß, dieser Text ist schon uuuuurrrralt, wahrscheinlich ist er so alt wie das Internet selbst. Aber ich finde ihn gut und er passt in die momentante Jahreszeit wie die sprichtwörtliche Faust aufs Auge.
Montag; 11. Oktober:
Schönster Altweibersommer - Noch einmal Menschen in T-Shirt und Sandalen in den Straßen-cafes und Biergärten. Bisher keine besonderen Vorkommnisse in der Schloßstraße. Dann plötzlich um 10:47 Uhr kommt der Befehl von Aldi-Geschäftsführer Erich B.: "Fünf Paletten Lebkuchen und Spekulatius in den Eingangsbereich!"
Von nun an überschlagen sich die Ereignisse. Zunächst reagiert Minimal-Geschäftsführer Martin O. eher halbherzig mit einem erweiterten Kerzensortiment und Marzipankartoffeln an der Kasse.
15:07 Uhr: Edeka-Marktleiter Wilhelm T. hat die Mittagspause genutzt und operiert mit Lametta und Tannengrün in der Wurstauslage.
16:02 Uhr: Die Filialen von Penny und Reichelt bekommen Kenntnis von der Offensive, können aber aufgrund von Lieferschwierigkeiten nicht gegenhalten und fordern ein Weihnachtsstillstandsabkommen bis zum 20. Oktober. Die Gespräche bleiben ohne Ergebnis.
Dienstag; 12. Oktober:
07:30 Uhr: Im Eingangsbereich von Karstadt bezieht überraschend ein Esel mit Rentierschlitten Stellung, während 2 Weihnachtsmänner vom studentischen Nikolausdienst vorbeihastende Schulkinder zu ihren Weihnachtswünschen verhören. Zeitgleich erstrahlt die Kaufhausfassade im gleißenden Schein von 260.000 Elektrokerzen. Die geschockte Konkurrenz kann zunächst nur ohnmächtig zuschauen. Immerhin haben jetzt auch Wertheim, Bolle und Minimal den Ernst der Lage erkannt.
Mittwoch; 13.Oktober:
09:00 Uhr: Edeka setzt Krippenfiguren ins Gemüse.
09:12 Uhr: Minimal kontert mit massivem Einsatz von Rauschgoldengeln im Tiefkühlregal.
10:05 Uhr: Bei Reichelt verirren sich Dutzende Kunden in einem Wald von Weihnachtsbäumen.
12:00 Uhr: Neue Dienstanweisung bei Bolle: An der Käsetheke wird mit sofortiger Wirkung ein "Frohes Fest" gewünscht. Die Schlemmerabteilung von Wertheim kündigt für den Nachmittag Vergeltungsmaßnahmen an.
Donnerstag; 14. Oktober:
07:00 Uhr: Karstadt schaufelt Kunstschnee in die Schaufenster.
08:00 Uhr: In einer eilig einberufenen Krisenversammlung fordert der aufgebrachte Penny-Geschäftsführer Walter T. von seinen Mitarbeitern lautstark: "Weihnachten bis zum Äußersten" und verfügt den pausenlosen Einsatz der von der Konkurrenz gefürchteten CD: "Weihnachten mit Mireille Matthieu" über Deckenlautsprecher. Der Nachmittag bleibt ansonsten ruhig.
Freitag; 15. Oktober:
08:00 Uhr: Anwohner der Schloßstraße versuchen mit Hilfe einer einstweiligen Verfügung die nun von Wertheim angedrohte Musikoffensive "Heiligabend mitden Flippers" zu stoppen.
09:14 Uhr: Ein Aldi-Sattelschlepper mit Pfeffernüssen rammt den Posaunenchor "Adveniat", der gerade vor Karstadt zum großen Weihnachtsoratorium ansetzen wollte.
09:30 Uhr: Aldi dementiert. Es habe sich bei der Ladung nicht um Pfeffernüsse, sondern um Christbaumkugeln gehandelt.
18:00 Uhr: In der Stadt kommt es kurzfristig zu ersten Engpässen in der Stromversorgung, als der von Tengelmann beauftragte Rentner Erwin Z. mit seinem Flak-Scheinwerfer Marke "Varta Volkssturm" den Stern von Bethlehem an den Himmel zeichnet.
Sonnabend; 16. Oktober:
Die Fronten verhärten sich; die Strategien werden zunehmend aggressiver.
10:37 Uhr: Auf einem Polizeirevier meldet sich die Diabetikerin Anna K. und gibt zu Protokoll, sie sei soeben auf dem Bolle-Parkplatz zum Verzehr von Glühwein und Christstollen gezwungen worden. Die Beamten sind ratlos.
12:00 Uhr: Seit gut einer halben Stunde beschießen Karstadt, Edeka und Minimal die Einkaufszone mit Schneekanonen. Das Ordnungsamt mahnt die Räum- und Streupflicht an. Umsonst!
14:30 Uhr: Teile des Stadtbezirks sind unpassierbar. Eine Hubschrauberstaffel des Bundesgrenzschutzes beginnt mit der Bergung von Eingeschlossenen. Menschen wie Du und ich, die nur mal in der schönen Herbstsonne bummeln wollten.
Sonntag, Oktober 22, 2006
Herbstspaziergang
Es ist schön einen Ausflug nach Cyrodiil zu machen und dabei festzustellen, dass TES4:Oblivion nach Monaten der Abstinenz wieder genauso spaßig und motivierend ist wie am ersten Tag. Noch schöner ist es jedoch, wenn einem die Wanderungen durch die virtuellen Wälder von Tamriel zu einem richtigen Herbstspaziergang inspirieren. Darum habe ich den Nachmittag damit verbracht im Wald rumzulatschen, durch das rotgoldgelbe Laub zu toben und Luftschlösser bauend in der Herbstsonne zu dösen. Mit dabei war der MP3-Player, denn mit Musik ist alles noch einmal so schön, und die Kamera.
Am Abend geht’s dann wieder weiter mit den Streifzügen durch Cyrodiil. Schade ist nur, dass es dort keinen Herbst gibt und man nicht durch das rotgoldgelbe Laub toben kann.
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Erlebnisse
Donnerstag, Oktober 19, 2006
„Springtime for Hitler and Germaniiii…
…Deutschland is happy and gaaayyy!“ - diese Textzeilen stammen aus dem Film „The Producers“, wohl einer der abartigsten Musicalfilme, die ich in meinem bisherigen Leben gesehen habe. Worum geht’s? Es geht dabei um einen New Yorker Produzenten und dessen Buchhalter, der zufällig raus findet, dass man, wenn man mit der Buchhaltung ein bisschen trickst, mit einem kapitalen Musicalflop mehr verdienen kann, als mit einem Erfolg. Gesagt, getan, und so machen sie sich ans Werk das Musical „Springtime for Hitler“, geschrieben von einem etwas belämmerten deutschen Nazi, auf die Bühne zu bringen. Inszeniert wird das Stück von einem schwulen Regisseur, welcher der ganzen Sache natürlich noch seinen tuntigen Stempel aufdrückt. Die Empörung des Publikums scheint ihnen sicher, aber erstens kommt es anders und zweitens als man denkt.Das Musical „The Producers“ wurde 2001 am Broadway uraufgeführt und basiert auf den gleichnamigen Film von Mel Brooks aus dem Jahre 1968. Wegen des großen Erfolges wurde 2005 das Musical unter der Regie von Susan Stroman auch gleich auf die Kinoleinwand gebracht. So viel zur Entstehungsgeschichte. „The Producers“ ist ein wirklich witziges Stück Film. Es wird gesungen, getanzt und die meiste Zeit geht die Post ab. Es bleibt einem nur wenig Zeit zu verschnaufen. Die einzelnen Charaktere triefen vor Klischees und sind dermaßen überzeichnet, dass es eine Freude ist. Die Dialoge sind spritzig und es mangelt nicht an Gags. Man merkt den Schauspielern an, dass sie ihre Rollen mit Freude gespielt haben.
Will Ferrell möchte ich hier besonders hervorheben. Bei seiner Darstellung von Franz Liebkind habe ich mich gekringelt vor lachen. Er hat seine Textzeilen mit einem so herrlichen deutschen Akzent unterlegt. Ganz wunderbar ist auch Nathan Lane als erfolgloser Produzent und Uma Thurman, die als leicht dämliche schwedische Sexbombe hier in einer ungewohnten Rolle zu sehen ist. Ach, eigentlich sind alle beteiligten Schauspieler ganz grandios. Ich möchte hier noch anmerken „The Producers“ unbedingt im englischen Original anzusehen, wenn es sein muss mit deutschen Untertitel, den bei der deutschen Synchronisation ist der Witz etwas auf der Strecke geblieben.
Die Musik ist meiner Meinung nach nicht ganz so der Kracher, aber im Zusammenhang mit den Bildern funktioniert sie erstaunlich gut. Vom Stil her erinnert mich der Sound an die ganzen Hollywoodmusicals aus den 50ern des vorigen Jahrhunderts. Das Titellied „Springtime for Hitler“ hat sich jedoch als regelrechter Ohrwurm in meine Gehörgänge gebohrt. Ich erwische mich immer wieder dabei wie ich es vor mich hin summe.
Stellt sich für mich als Mitteleuropäer noch die Frage, darf man über Hitler und die Nazis lachen? Ja man darf. Ich finde es sind inzwischen schon genug Jahre ins Land gezogen, sodass man es durchaus wagen kann, sich dem deutschen Nationalsozialismus auch von der humoristischen Seite aus zu nähern. Auf meiner persönlichen Wertungsskala gibt das 9 von 10 Punkte.
Farbkleckserei hoch 1000
Eines muss man Sony lassen, für ihre Werbespots holen sie sich wirklich gute Leute. Ich war damals ganz hin und weg als ich das kleine Filmchen mit den vielen bunten rumhüpfenden Gummibällen gesehen habe und dann dazu noch diese Musik. Das hatte richtig was Meditatives.Jetzt haben Sie den Nachfolgespot dazu veröffentlicht und der sieht auch fantastisch aus. Ich hoffe es bietet sich mir die Gelegenheit das Filmchen auch mal auf einer großen Kinoleinwand bestaunen zu dürfen.
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