Dienstag, August 11, 2009

Dienstag, August 04, 2009

Ein paar Fotos

Da ich sonst nicht zum schreiben komme, werde ich hier mal ein paar Fotos promoten:

Montag, Mai 04, 2009

Die Frau mit den vielen Stimmen

Sarah Jones, die Frau hat´s drauf:



(via Twitter)

Montag, April 27, 2009

Warum es um Zensur geht

Der nachfolgende Beitrag stammt von Herrn Jens Scholz. Ich veröffentliche ihn deshalb hier, weil ich ihn erstens gut finde, und zweitens der Herr Scholz ausdrücklich dazu aufgerufen hat.

Warum es um Zensur geht
Da reiben sich gerade so viele die Hände, daß man eigendlich ein beständiges Rauschen hören müsste. Die Idee, das Thema Kinderpornografie als Popanz vorzuschicken, um das nun geplante Internet-Zensursystem einzuführen war aber auch wirklich eine richtig gute. Hat das ja zuvor mit den Themen Terrorismus und Internet-Kriminalität nicht wirklich hingehauen, kann man hier spitzenmäßig mit dem Holzhammer wedeln und Kritiker einfachst diffamieren, indem man die eigentliche Kritik ignoriert und ihnen vorwirft, sie wollten die Verbreitung von Kinderpornografie schützen. Wie schnell schon der Vorwurf zum beruflichen und gesellschaftlichen Tod führen kann, zeigte man nur wenige Wochen zuvor ja schonmal anschaulich am Exempel Tauss (der übrigens natürlich nicht im Netz "erwischt" wurde, sondern über Handykontakte und DVDs per Post).
Aber ich schweife schon wieder - wie es durch die Wahl dieses Themas ja auch gewünscht ist - ab.
Denn das Problem, das die Kritiker haben, ist ja natürlich nicht, daß man den Zugang zu Kinderpornografie sperren will, sondern das Sperrinstrumentarium, das man dazu baut. Schaut man sich das an, merkt man schnell: Es geht nicht um Kinderpornos und wie man dagegen vorgeht. Ging es nie.
Es geht um die Installation eines generellen technischen Systems und die generelle Art und Weise, wie es betrieben wird: Es geht darum, daß eine waschechte, diesen Namen zu Recht tragende, Zensur ermöglicht wird. Auch wenn die zunächst gesperrten Websites tatsächlich nur Kinderpornografie beinhalten (was die Liste eigentlich extrem kurz halten müsste) wäre sowohl die Technik, die Verwaltung und sogar die Psychologie installiert, um sofort eine effektive Zensur betreiben zu können.

Technik
Die Provider sollen ihre Nameserver so umbauen, daß Webseiten, die das BKA aussucht und ihnen nennt, nicht erreichbar sind und dem Nutzer bei Aufruf stattdessen eine Sperrseite angezeigt wird. Gleichzeitig soll das BKA jederzeit abrufen könne, welche Nutzer auf Webseiten aus dieser Liste zugreifen wollten und stattdessen auf die Sperrseite geleitet wurden.
Ein normaler Internetnutzer, der seinen Nameserver nicht auf einen freien DNS-Server umstellt, sieht bestimmte Seiten nicht und erhält die Mitteilung, er wolle sich gerade Kinderpornografie ansehen. Ob das stimmt, weiß er nicht und nachprüfen darf er das auch nicht, da ja schon die Suche nach Kinderpornografie strafbar ist. Der Nutzer muss sich in diesem Moment weiterhin im Klaren sein, daß er gerade etwas getan hat, was das BKA als illegal ansieht und als Grund ansehen kann, gegen ihn vorzugehen.
Die allein schon technisch verursachten Risiken für jeden Internetnutzer sind immens, noch dazu, weil man damit auch noch eine perfide Beweisumkehr eingebaut hat: Sie müssen künftig ihre Unschuld beweisen, z.B. daß sie "versehentlich" die gesperrte Seite angesteuert haben. Viel Spaß beim Versuch, Richtern TinyUrls, iFrames, Rootkitangriffe, Hidden Scripting und so weiter zu erklären, wenn Sie überhaupt wissen, was das ist.
Die Lösung zunächst: Den Nameserver umstellen, um sich dieser Gefahr vollständig zu entziehen. Geht schnell und kann jeder.
Die Technik ist allerdings interessanterweise das kleinste Problem in dieser ganzen Geschichte. Es gibt Staaten, die in ihren Zensurbemühungen schon wesentlich weiter sind. Die Menschen dort können dennoch sowohl anonym als auch unzensiert das Internet benutzen. Das Internet ist von Nerds gebaut worden. Ein Staat kann da so viel fordern wie er will, er wird das Netz auf technischer Ebene never ever kontrollieren können.

Verwaltung
Hier liegen die springende Punkte, die das Ganze zum Zensurinstrument machen:
1. Die gesperrten Inhalte stehen auf einer Liste, die das BKA direkt und ohne Prüfungsinstanz erstellt und die die Provider möglichst ohne sie anzuschauen zu installieren haben. Es entscheidet kein Richter über den Inhalt, es überprüft keine unabhängige Institution über die Rechtmäßigkeit, es gibt keine Regelung, wie Adressen überhaupt wieder von der Liste gelöscht werden könnten. Die Polizei, die Verbrecher verfolgt, bestimmt, welcher Wunsch nach welcher Information ein Verbrechen ist. Vorab zu definieren, was ein Verbrechen ist und hinterher darüber zu entscheiden, ob ein Verbrechen begangen wurde ist aber nicht Aufgabe der Polizei.
2. Die Liste ist geheim. So lange diese Liste nicht in die Öffentlichkeit gerät kann alles drinstehen und nichts davon muss gerechtfertigt werden. Wer das in Frage stellt wird zum Verdächtigen. Wie Zensur in Reinform eben funktioniert.
3. Der Gesetzentwurf ist schwammig genug, daß das BKA im Prinzip alles in die Liste setzen kann. Da im Web jeder Inhalt nur einen Klick weiter vom letzten entfernt ist und das Gesetz möchte, daß auch "mittelbare" Seiten gesperrt werden können, kann somit de facto auch jede Seite gesperrt werden.
4. Das System soll die direkte Verfolgung von Zugriffen erlauben. es wird nicht nur gesperrt, sondern es kann auch nachgeschaut werden, wer sich die gesperrten Seiten ansehen will. Dies kann dann Anlass für verdeckte Überwachungen, Hausdurchsuchungen und andere existenzbedrohende Vorgänge sein.
Die Staatsanwälte dieses Landes üben ja seit einiger Zeit kräftig an der Vorverurteilungsfront, indem Sie inzwischen gerne mal Pressemitteilungen über eingeleitete Verfahren rausgeben und die Presse direkt zu möglichst spektakulär und öffentlichkeitswirksam inszenierten Verhaftungen mitnehmen (Zumwinkel, Tauss, Frau B.).

Psychologie
Womit wir schon beim gewünschten Effekt von Zensur sind: Die Einführung der Schere im Kopf. Die wirksame Selbstzensur, weil man nicht weiß, was eventuell passiert, wenn man zu laut und deutlich Kritik äußert. Die Geheimhaltung der Sperrliste und ihre völlige Unverbindlichkeit durch das Fehlen jeglicher Kontolle ist ein bewußt eingesetzes Instrument, um Verunsicherung zu erzeugen.
Ein anderes ist die Verknüpfung mit dem Thema Kinderpornografie, womit wir wieder am Beginn dieses Artikels wären. Man weiß ja inzwischen, daß auch nur der leiseste Ruch, man könnte eventuell irgendwas mit Kindesmissbrauch und Pädophilen zu tun haben, die Existenz vernichten kann, selbst wenn hinterher rauskommt, daß tatsächlich nichts an den Vorwürfen dran war. Wie nahezu generell nichts rauskommt. Das ist ein so extrem starkes und wirksames Druckmittel, was natürlich beispielsweise ein Herr Gorny sofort erkennt, weil sein Versuch, diese Schere im Kopf einzuführen (durch den Versuch, Filesharing als schreckliches Verbrechen zu diskriminieren), wirkungslos blieb und er sich nun an den besser funktionierenden Trigger dranhängt (indem er Urheberrechtsverletzung mit Kindesmissbrauch gleichsetzt).
Die Justizministerin gibt dann noch Tipps in die richtigen Richtungen, die natürlich prompt reagieren. Überhaupt, das mal ganz nebenbei, finde ich es immer wieder seltsam, daß Frau Zypries immer wieder als Warnerin vermittelt wird. Dabei war - so sagt sie zumindest - sie es, die den Gesetzentwurf gegenüber dem Vorabvertrag von Frau von der Leyen verschärfen ließ und dieser nun schon den Zugriff auf Stopp-Seiten verfolgen lassen will.

Um die Frage zu beantworten, warum und wann es in einer Gesellschaft überhaupt dazu kommen kann, daß ein Teil davon meint, einen solchen Eingriff vornehmen zu müssen und der andere Teil (zu dem ich u.a. mich zähle) darin ein so massives Unrecht sieht, das es zu bekämpfen gilt, kann man sich bitte den Artikel "Kampf der Kulturen" drüben bei netzpolitik.org durchlesen.

Mittwoch, April 15, 2009

Schweinejagd

Beeindruckender kleiner Animationsfilm:



(Source)

Dienstag, April 14, 2009

And Yet It Moves

Ich möchte hier mal kurz auf ein Spiel aus heimischen Gefilden aufmerksam machen: And Yet It Moves.


Es handelt sich dabei um ein nettes kleines Puzzle-Jump-and-Run Spielchen mit einem faszinierenden Grafikstil. Derzeit ist es über Steam erhältlich und auf der Website kann man sich eine Demo für MAC oder PC runterladen. Es wird gemunkelt, dass Nintendo bereits sein Interesse an dem Spielchen bekundet hat.

Montag, März 30, 2009

So say we all!

Als ich vor einigen Jahren das erste Mal gehört hatte, das Kampfstern Galactica aus den 70ern eine Neuauflage bekommen sollte, war ich ziemlich skeptisch über die Sinnhaftigkeit von diesem Unterfangen. Dunkel konnte ich mich noch an ein paar Szenen aus der alten Serie erinnern, die ich irgendwann in meiner Jugend zwischen Ende der 80er und Anfang der 90er im TV aufgeschnappt hatte. Ich war, bzw. bin noch immer, mehr ein Fan von futuristischer Sience Fiction à la Star Trek, daher fand ich den etwas altmodischen und ein klein wenig „dreckigen“ Stil von Kampfstern Galactica nicht sonderlich ansprechend. Handlung war damals für mich nicht wichtig und außerdem waren mir die Raumschiffe zu hässlich. Ich wollte hübsche Raumschiffe sehen, die durchs Weltall düsen.

Die zum Teil euphorischen Kritiken zur aktuellen Neuauflage der Serie brachten mich vergangenen Herbst dazu, der Battlestar Galactica mal eine Chance zu geben. Begünstigt wurde meine Entscheidung noch durch den niedrigen Einkaufspreis der DVDs zur Miniserie und zur ersten Staffel. Nach der Sichtung dieser welcher drehte sich meine vorgefasste Meinung über Battlestar Galactica um 180 Grad. Ich war begeistert und wollte mehr sehen. Anfangs hatte ich zwar noch meine Probleme mit dem etwas „altmodischen“ wirkenden Stil der Serie, jedoch war das dann ziemlich egal, nachdem ich tiefer in Geschichten rund um Adama, Rosslin, Starbuck und Co eingetaucht bin.

Apropos Handlung, worum geht es in dieser Serie eigentlich? Irgendwo in der Galaxis lebt die Menschheit verteilt auf 12 Kolonien relativ glücklich in den Tag hinein, bis zu dem Moment in dem aus heiteren Himmel die Zylonen, eine von den Menschen erschaffene Maschinenrasse, nach vielen Jahrzehnten zurück kehren und die Kolonien angreifen. Der größte Teil der Bevölkerung wird dabei ausgelöscht. Nur ein kleiner Teil der Menschen kann an Bord von Raumschiffen der Vernichtung entgehen. Unter der Führung der Galactica versuchen die knapp 50.000 Überlebenden sich nun dem Zugriff der Zylonen zu entziehen, und machen sich auf die Suche nach der sagenumwobenen 13. Kolonie der Menschen, der Erde.

Das ist Quasi der Auftakt zu einer komplexen epischen Geschichte gespickt mit politischen Intrigen, religiösem Eifer, persönlichen Schicksalen und viel Dramatik. Das zentrale Handlungselement ist dabei die Suche nach der Erde, welche sich als roter Faden durch alle 4 Staffeln zieht. Interessant fand ich die in den ersten beiden Staffeln behandelten Problemen, die sich eine plötzlich zum Nomadenleben gezwungene Zivilisation konfrontiert sieht. Dabei geht es nicht nur um grundlegende Dinge, wie die Versorgung mit Nahrung, Wasser und Treibstoff. Sondern auch darum, wer entscheidet über die Geschicke der Flotte? Das Militär oder ein vom Volk gewählter Vertreter? Ist in Anbetracht der Umstände überhaupt eine demokratische Regierung möglich? Auf welcher Basis soll diese Demokratie entstehen? Wer kümmert sich darum, dass die spärlichen Ressourcen der Flotte gerecht aufgeteilt werden? Alles Probleme die nicht ohne einen Konflikt gelöst werden können. Noch dazu kommt es immer wieder zu Zusammenstößen mit den Zylonen und alles in allem darf dabei auch die Suche nach einem neuen Zuhause nicht zu kurz kommen. Im späteren Serienverlauf verlagern sich der Schwerpunkte in der Handlung, aber ich will hier jetzt nicht spoilern.

Produktionstechnisch bewegt sich die Serie auf der Höhe der Zeit. Die visuellen Effekte reichen von gut bis absolut hervorragend. Manche Szene würde einem großen Kinofilm zur Ehre gereichen. Erwähnenswert ist auch der Soundtrack von Bear McCreary, der die spannende Handlung mit eingängigen Melodien untermalt. Die Palette reicht von intensiven ryhtmischen Trommel und klaren Geigenklängen bis hin zu Klaviermelodien und rockigen Gitarrensound. In seinen musikalischen Arrangements scheint sich der Herr McCreary dabei von der orientalischen und keltischen Musik inspiriert haben zu lassen. Den Soundtrack kann man übrigens auf CD erwerben, und Fans der Serie sollten sich den unbedingt besorgen, wenn sie ihn nicht eh schon haben.

Über 4 Staffeln lang kann man das Schicksal der Menschen an Bord der Galactica mit verfolgen. Vor kurzem wurde die letzte Folge mit dem großen Finale in den USA ausgestrahlt. Ein Vorteil ist, wenn man so wie ich erst spät bei einer Fernsehserie einsteigt, dass man nicht so lange auf die nächste Folge warten muss. Besonders bei spannenden Serien mit zusammenhängender Handlung und fiesen Cliffhangern, wie es bei Battlestar Galactica der Fall ist, lassen sich so wesentlich angenehmer konsumieren. Dank der Errungenschaften unserer modernen Zeit, ist es zum Glück auch nicht mehr nötig darauf zu warten, dass sich ein windiger Privatsender dazu herablässt die mit gruseligen Werbepausen verseuchten Folgen auszustrahlen.

Sollte es da draußen also noch irgendwo jemanden geben, der auch nur ein bisschen was mit Sience Fiction anfangen kann und Battlestar Galactica noch nicht gesehen hat: Los! Anschauen! Sofort!

Montag, Jänner 26, 2009

Vernachlässigt

Puh, dieses Blog habe ich in letzter Zeit ja arg vernachlässigt, aber ich habe eine Ausrede. Zum einen bindet Twitter momentan viel Lese- und Schreibenergie an sich, und zum anderen habe ich haufenweise Fernsehserien gekuckt. Zum Beispiel Battlestar Galactica, Lost, Dr. House, 30Rock, Chuck und The Big Bang Theory. Bei einigen davon habe ich vor demnächst meine Meinung darüber in die Welt hinaus zu posaunen,... falls ich mal vom Fernseher weg komme,... oder es auf der Arbeit ruhiger wird,... oder sonst nicht irgendwas seltsames passiert...

Mittwoch, Dezember 24, 2008

Ach ja, da war ja noch was



Bevor ich es noch vergesse:

Allen, die sich eventuell über die Feiertage hier her verirren, wünsche ich ein entspanntes Weihnachtsfest und ein braves Christkind.

Am Rand des Spiegels

"Mirror's Edge" ein Spiel, von dem ich viel erwartet hatte, und das mich nun mit gemischten Gefühlen zurück lässt. Zum einen liegt das daran, dass es an einer bestimmten Stelle im 6. Kapitel immer wieder einfriert und ich die PS3 mittels Reset-Knopf neu starten muss, und zum anderen, dass hier eine Menge Potential achtlos verschenkt wurde. Darum muss ich dazu ein paar Worte verlieren:

Im Spiel schlüpft man in die Rolle von Faith, einer Runnerin, die durch die Häuserschluchten einer leicht futuristischen Großstadt springt und klettert, um Botschaften und Päckchen von Leuten zu überbringen, die es leid sind, dass der Staat all ihre Korrespondenzen überwacht. Eines Tages kommt es jedoch zu einem Zwischenfall und die Schwester unserer Protagonistin wird unschuldigerweise des Mordes bezichtigt. Um ihrer Schwester zu helfen versucht Faith auf eigene Faust den wahren Mörder zu finden und gerät dabei selbst ins Fadenkreuz bewaffneter Polizeieinheiten.

An sich eine gut Grundvoraussetzung um daraus mit ein bisschen Mühe einen spannenden Krimi zu zaubern, nur leider gab man sich bei "Mirror's Edge" keine Mühe. Man springt über Häuserdächer oder rennt durch Bürogebäude um Beweise zu sammeln oder mal denn einen oder anderen Gesprächsfetzen aufzuschnappen. Zwischensequenzen erzählen die Geschichte weiter, von der ich dank des oben genannten Bugs momentan nicht zu 100% sagen kann wie sie ausgeht, aber basierend auf dem, was ich bisher gesehen habe, wird es am Ende wohl keinerlei großen Überraschungen geben.

Die Spielmechanik von "Mirror's Edge" halte ich gelungen. Das Springen, Klettern und Rennen über die Häuserdächer in der Ego-Perspektive funktioniert erstaunlich gut, sobald man die Steuerung intus hat. Optisch sieht das Spiel fantastisch aus und bietet mit seiner hellen blank polierten Grafik eine willkommen Abwechslung zu dem Braungrau manch anderer Spiele. Unglücklicherweise ist es in "Mirror's Edge" selbst mit der Abwechslung nicht so gut bestellt. Wenn man nicht gerade über die immer perfekt sauberen Häuserdächer springt, dann turnt man halt durch perfekt saubere Büroräume oder ebenso perfekt saubere Keller.

Die Zwischensequenzen sind etwas, was mich in "Mirror's Edge" sehr gestört hat. Es handelt sich dabei um so kleine Zeichentrick Filmchen, deren Stil man eher als minimalistisch bezeichnen kann, und in denen die Geschichte erzählt wird. Für sich allein stehend sehen die ja nicht so schlecht aus, aber irgendwie wollen sie nicht zum restlichen Spiel passen, dass ja eher in Richtung Fotorealismus tendiert. Das Schlimme ist aber, man wird auch durch diese Filmchen aus dem Spielfluss heraus gerissen. Dabei gibt es bessere Möglichkeiten die Handlung voran zu treiben. Die Designer haben eine davon sogar selbst in "Mirror's Edge" stellenweise angewendet. Zum Beispiel als Faith am Anfang ihre Schwester trifft und mit ihr redet. Diese gesamte Szene lief in der Grafikengine ab und man sah alles aus der Sicht von Faith. Dadurch, dass man dabei nie die Ego-Perspektive verließ, fühlte man sich stärker in den Spielecharakter hinein versetzt und die Spiel- und Zwischensequenzen konnten nahtlos ineinander greifen. Das hätte ich mir für das gesamte Spiel gewünscht.

Schade drum, aus dem erfrischend neuen Konzept von "Mirror's Edge" hätte man so viel mehr heraus hohlen können. Ich hoffe EA erbarmt sich und gibt einen Nachfolger in Auftrag. Und noch mehr hoffe ich, dass sie sich dann eine spannender Geschichte ausdenken, mehr Hintergrundinfos über die Welt bereit stellen, in der das Spiel angesiedelt ist, und dass sie auch die Levels Variantenreicher gestalten. Ich würde auch einem zweiten Teil noch eine Chance geben, denn die Idee dahinter finde ich großartig.

Montag, Dezember 08, 2008

Redesign Schritt 1

Eigentlich wollte ich das schon seit Juli in Angriff nehmen, war dann aber zu faul beschäftigt und schob das Vorhaben ständig vor mir her. Aber jetzt werde ich mich dazu aufraffen mir endlich mal ein neues Design für diesen seltsamen Blog hier auszudenken. Das leicht abgewandelte "Wintertheme" ist nun der erste Schritt in diese Richtung.

Sonntag, November 30, 2008

Schmerzhaft

Kurz und bündig: Ich persönlich würde empfehlen die Videospielverfilmung "Max Payne" nur dann anzuschauen, wenn man die Möglichkeit hat den Ton ganz abzustellen und bei den langweiligen Szenen vorzuspulen. Denn dann befindet man sich in der glücklichen Position die passable Optik begutachten zu können ohne dabei irgendwas von der wirren und logikfeindlichen Handlung zu erfahren. Ansonsten könnte der Film eine schmerzhafte Angelegenheit werden.

Mittwoch, November 19, 2008

Robot Chicken Star Wars II

Großartig! Hierbei handelt es sich wohl um die beste Star Wars Parodie ever!



Direktlink zu Teil 1 und Teil 2, Teil 3.

Update: Nachdem die anderen Links nicht mehr funktionieren, nehmen wir halt die vom guten alten YouTube.

Montag, November 17, 2008

Jo is den heit scho Weihnochten?

Juhuuuuuuu!!!!


Klein Britannien in den USA

"Little Britain" ist meiner Meinung nach einer der besten Sketchshows der letzten Jahre. Es hat mich ein wenig traurig gestimmt, dass nach der 3. Staffel die Serie zu Ende war, jedoch habe ich vor Kurzem endeckt, dass die Herrn Williams und Lucas für HBO einen USA Ableger von "Little Britain" produziert haben. Hier eine kleine Kostprobe:



Hoffentlich kommt das bald auf DVD.

Sonntag, November 16, 2008

Ein Quäntchen Trost

"Ein Quantum Trost" ist ein gutes Beispiel dafür, warum es nicht immer eine gute Idee ist einen englischen Filmtitel einzudeutschen. "Quantum of Solace" hört sich doch viel besser an, aber egal, kommen wir zum Film:

"Quantum of Solace" macht eigentlich genau dort weiter, wo "Casino Royal" am Ende aufgehört hat. Bond versucht nun die Köpfe dieser ominösen Organisation aufzuspüren, deren Existenz im letzten Film vage angedeutet wurde. Dabei stößt er auf einen reichen Unternehmer, der anscheinend für diese Organisation einen kleinen Regierungsumsturz irgendwo in Südamerika plant. Wie es sich für einen ordentlichen Actionfilm gehört wird nicht viel geredet sondern viel geschossen. Gleich zu Beginn kommt es zu einer spektakulären Autoverfolgungsjagd entlang einer steilen Küstenstraße, und das ist eigentlich nur der Auftakt einer Reihe wilder und schnell geschnitten Actionszenen. Zwischendurch gibt es die eine oder andere kleine Verschnaufpause, aber viele sind es nicht.

"Quantum of Solace" hat für Liebhaber von Actionszenen einen großen Unterhaltungswert, aber ein James Bond Film im klassischen Sinn ist er nicht mehr. Gäbe es nicht "Casino Royal", dann wäre er nicht einmal ein wirklich guter Actionfilm, da die Handlung, würde sie alleine stehen, ziemlich mager aussähe. Im ersten Moment erweckt "Quantum of Solace" den Eindruck, das überlange Ende des Vorgängerfilms zu sein, dass man noch schnell zwecks der kürzeren Laufzeit weg geschnitten hatte und nun nachreicht. Aber ein wirkliches Ende gibt es ja eigentlich auch nicht, da die Geschichte nicht abgeschlossen wird und im Grunde hinterher noch mehr Fragen offen im Raum stehen als zuvor. Ein Teil Drei ist somit so sicher wie der morgendliche Druck in der Blase nach dem Aufwachen.

Ich weiß noch nicht, was ich von "Quantum of Solace" nun halten soll. Die Actionszenen sind großartig und überaus sehenswert, aber bei der Handlung hapert es ein wenig. Eigentlich scheint der Film ein Verbindungsstück zwischen "Casino Royal" und einem weiteren Film zu sein, der wohl irgendwann kommen wird. Ohne zu wissen, wie die Geschichte ausgeht, lässt sich nur schwer beurteilen, ob das bisher gezeigte gut oder schlecht ist. Ein Freund von mir - großer Bondfan - hat sich jedenfalls ganz furchtbar über "Quantum of Solace" aufgeregt, da er nicht das vorgefunden hat, was er sich von einem klassichen Bondfilm erwartet hatte.

Mittwoch, November 05, 2008

Über Star Trek und andere Serien

Über Spreeblick bin ich auf nachfolgendes Video gestoßen, in dem Frau Birkenbihl, eine Autorin und Trainerin, von der ich bis vorhin noch nichts gehört hatte, über die Metaphorik von Star Trek philosophiert. Dazu fällt mir eigentlich nur ein Wort ein: Faszinierend! Vielleicht auch wenig seltsam und skurril, aber auf jeden Fall faszinierend.



Aber das ist nur der erste Teil einer Reihe von Videos, in dem die gute Frau auch noch diverse andere Serien analysiert: Teil 1, Teil 2, Teil 3 und Teil 4.

Update: Ach ja, Urheber dieser Videos ist übrigens der Herr Prüher.

Sonntag, Oktober 19, 2008

Drei auf einen Streich

Hellboy 2

Unser kleiner Höllenbub darf in seinem zweiten Film wieder die Menschheit vor der Vernichtung bewahren. Diesmal möchte ein Elfenprinz eine alte Rechnung begleichen und eine goldene Armee soll ihm dabei behilflich sein. Die Handlung ist recht simple gestrickt: Bösewicht tritt in Erscheinung, es kommt zu Raufereien mit allerlei Viecher, dazwischen gibt es noch ein klein wenig Herzschmerz und am Ende dann der große Showdown. Der Witz kommt dabei nicht zu kurz, die Spannung jedoch schon. Aber das ist nicht ganz so schlimm, denn die Optik von Hellboy 2 gleicht diese Manko mehr als aus. Dutzende von Kreaturen, viele davon phantastischer, als man sich es im schlimmsten Drogentraum ausmalen würde, tummeln sich in Umgebungen, die reichhaltiger an Details nicht mehr sein könnten. Guillermo del Toro durfte sich in diesem Film offenbar so richtig kreativ austoben. Die Actionszenen sind unterhaltsam und die Special Effects nahezu perfekt. Wäre die Geschichte spannender, dann hätte es der perfekte Unterhaltungsfilm werden können.


Burn after Reading

Zwei leicht debile Mitarbeiter eines Fitnessstudios finden in der Frauenumkleidekabine eine CD mit Geheimdienstscheiss (Zitat aus dem Film) drauf. In der Hoffnung auf das schnelle Geld, versuchen die zwei einen CIA Agenten damit zu erpressen. Das ist die Ausgangssituation einer ziemlichen absurden Geschichte, welche vollgepackt ist mit unterschiedlichsten Charakteren und allerlei kleinen Skurrilitäten, und die in einem Ende mündet, dass man so jetzt nicht erwartet hätte. Getragen wird das Ganze von einem namhaften Schauspielerensemble, welchem man den Spass, den es bei den Dreharbeiten hatte, anmerkt. Besonders Hervorheben muss man Brad Pitt, der als bubenhafter Fitnesstrainer die amüsantesten Szenen im Film bekommen hat. Sehr empfehlenswert für jeden, der mal eine Komödie der anderen Art sehen möchte.


Eagle Eye

Shia LaBeouf und die verdammt hübsche Michelle Monaghan spielen zwei Menschen, welche von einer mysteriösen Stimme per Telefon Befehle erhalten und vom FBI wegen Terrorverdachts durch die Landschaft gejagt werden. Anfangs war der Film noch recht spannend und interessant, weil man schön rum rätseln konnte, wer hinter dieser seltsamen Frauenstimme am Telefon wohl stecken könnte. Jedoch driftet die gesamte Handlung nach der Klärung dieser Frage so ungefähr ab der Mitte von „Eagle Eye“ ins Absurde ab, sodass ich aus dem Kopfschütteln nicht mehr raus kam. Wenn ich nun so über den Film nachdenke, fällt mir auf, dass eigentlich das gesamte Handlungskonstrukt ein völliger Schwachsinn ist und auch die schnell geschnittenen Actionszenen im Grunde gar nicht so toll waren. Reue kommt in mir auf für „Eagle Eye“ überhaupt extra ein Kino aufgesucht zu haben und ich verfluche die Filmemacher, die Realismus für billige optische Spielereien geopfert haben und die Geschichte ganz grauslich kitschig enden liesen. Rückblickend wäre es wohl klüger gewesen das Hirn während des Films komplett auf Standby zu stellen, denn dann müsste ich mich jetzt nicht so ärgern.

Mittwoch, Oktober 01, 2008

Freizeitstress vorraus

Die diesjährige Videospielsaison hat begonnen, bzw ist schon im vollen Gange. Von September an bis zu den Wochen vor Weihnachten geben sich die "Top-Titel" (und auch die, die es gerne wären) die Klinke in die Hand. Ambitionierte Spieler haben die Qual der Wahl.

Eingeläutet wurde die Saison heuer von Spore und Star Wars: The Force Unleashed. Ersteres befindet sich bereits in meinem Besitz, Letzteres nicht. Zumindest noch nicht, denn ich bin nicht bereit für die Xbox oder PS3 Version des Spiels 70 Euro hinzulegen, dafür waren mir die Reaktionen seitens der Kritiker zu wenig euphorisch. Star Wars Lizenz hin oder her, ich warte bis der Titel günstig beim Gebrauchtwarenhändler zu haben ist, oder generell billiger wird.

Spore war mit seinen 45 Euro dagegen schon fast ein Schnäppchen. Spielen konnte ich aber derzeit nicht wirklich viel damit, da ich es auf dem Büro iMac installiert habe, weil mein Heim PC momentan ein wenig indisponiert ist. Und wenn ich im Büro bin, dann sollte ich was arbeiten und nicht spielen. Schöne Scheiße. Aber ein klein wenig konnte ich schon mal in Spore reinschauen und das Schrauben an der eigenen Kreatur finde ich recht witzig. Ansonsten ist das Spielprinzip simpel gehalten, vielleicht ein wenig zu simpel. Mal schauen, ein abschließendes Urteil erlaube ich mir erst, wenn ich in den Weltraum vorgestoßen bin. Jedoch wird sich das momentan wohl noch ein wenig hinziehen.

Obwohl ich Spore momentan nur im Büro spielen kann, bedeutet das nicht, dass ich zu Hause gelangweilt Däumchen drehe. Ich hab ja noch die eine oder andere Konsole rumstehen. In der Xbox dreht sich momentan die Disk von Viva Pinata. Über ein Jahr lang ist es ungenutzt im Regal verstaubt, aber dafür spiele ich es jetzt umso intensiver. Einmal angefangen entschwinden die Stunden wie im Flug. Viva Pinata offenbart dabei eine Spieltiefe, die ich dem Titel zunächst gar nicht zugetraut hatte. Zur Auflockerung gibt es danach, und das meistens vor dem Schlafengehen, noch eine Partie Castle Crashers oder eine Runde WipEout HD. Ersteres ist ein unterhaltsames Hack and Slay mit niedlicher Grafik und einem derben Humor, und Letzteres ist die aktuellste Inkarnation der großen Rennspielserie für die PlayStation 3.

Für die kommenden Monate brauche ich mir keine Sorgen darüber zu machen, dass mir mal fad werden könnte. Dead Space, Mirrows Edge, De Blob, Prince of Persia, Little Big Planet, um nur ein paar Titel zu nennen, die momentan auf meiner Wunschliste stehen. Faible 2 wird zu 99,9 prozentiger Wahrscheinlichkeit gekauft. Der erste Teil hatte mich damals am PC ziemlich begeistert und von der Fortsetzung erwarte ich mir das gleiche. Bei De Blob bin ich noch am grübeln, den genau genommen gibt es das Spiel schon seit längerem kostenlos für den PC. Welchen Grund hätte ich dann also es für die Wii zu kaufen?

In Little Big Planet durfte ich bereits reinschnuppern. Ich hatte nämlich das Glück einen Betacode von dem Titel zu ergattern und konnte schon das Tutorial und die ersten Levels spielen. Das Spielprinzip ist simpel, die Musikuntermalung großartig und die Optik ist fantastisch und verdammt knuddelig, nur die Steuerung hat ihre kleinen Macken. Little Big Planet hat zwar ein simples 2D Jump ’n’ Run Gameplay, aber es gibt da noch 3 Ebenen in der Tiefe, zwischen denen man hin und her wechseln kann, und genau dieser Wechsel hat seine Tücken. Vielleicht tut sich da ja noch was bis zum Release und ich hoffe die Verbindungsabbrüche bei den Onlinepartien gehören dann auch der Vergangenheit an.

Übrigens, der Kauf von Spielen auf den britischen Inseln über Amazon.co.uk wird mir immer sympathischer. Trotz der höheren Versandkosten und der hinzukommenden Umsatzsteuer, sind aktuelle Spiele unterm Strich immer noch günstiger, als hier auf dem europäischem Festland, und ein weiterer Vorteil ist noch das Fehlen des völlig übertrieben großen und damit Artwork verschandelnden USK Siegels auf der Verpackung.

So, und jetzt gehe ich weiter meinen Garten pflegen.

Montag, September 22, 2008

Etwas für die Ohren

Puh, viel zu tun gehabt in der letzten Zeit. Zeitschriften wollten gelesen werden, ich musste Eier malen, Content Managment Systeme installieren, Fernsehserien anschauen, mich mit dem Illustrator rumplagen, Katzen einfangen, den Garten pflegen, Wanderungen planen, Demos ausprobieren, Holz hacken, Updates durchführen und Wein kaufen. Da blieb wenig Zeit um was zu schreiben. Aber für etwas ist bei den ganzen Tätigkeiten noch immer Zeit gewesen, und das ist Podcast hören. Schon seit über zwei Jahren beschalle ich meine Gehörgänge in wöchentlicher Regelmäßigkeit mit den unterschiedlichsten Podcasts. Es ist bei mir schon gänzlich zur Normalität geworden, während einer Radtour durch die einsamen Bergwälder den aktuellen Ausgaben der Internetradiosendungen zu lauschen. Und so finde ich ist es an der Zeit jene davon vorzustellen, die mir schon ein bisschen ans Herz gewachsen sind.

Spreeblick Podcast
Der erste Podcast, denn ich regelmäßig zu hören begonnen habe. Die Einstiegsdroge, sozusagen. Tanja und Johnny diskutieren dort über Dinge, die sie gerade beschäftigen, oder erzählen Erlebnisse aus ihrem Leben. Ein ruhiger und angenehmer Podcast, der einem manchmal eine neue Sicht auf Dinge eröffnet, auf die man selbst gar nicht gekommen wäre. Leider hat das Ganze einen Hacken: Der Podcast erscheint in extrem unregelmäßigen Abständen. Da können schon mal Monate zwischen zwei Ausgaben liegen, wie es momentan der Fall ist, und dann erscheint innerhalb weniger Tage gleich mehrere hintereinander. Ich hoffe dabei handelt es sich nicht um ein Indiz für die baldige Einstellung des Podcasts, es wäre nämlich schade drum.

Bits und so
Unter der Leitung von Timo Hetzel diskutiert, spekuliert, schimpft und scherzt eine Runde technikaffiner Leute in entspannter Atmosphäre über die verschiedenste Dinge, die so im Internet, in der IT und vor allem im Hause Apple passieren. Dabei tragen eine gesunde Portion Zynismus und Ironie zur Unterhaltung bei. Zwischendurch wird noch Hilfe bei Computerproblemen geleistet und ein bisschen was zur technischen Allgemeinbildung beigetragen. Die Herr- und inzwischen auch Frauschaften von "Bits und so" sind mitverantwortlich daran, dass ich mir ein MacBook und in weiterer Folge einen iMac gekauft habe. Eine Entscheidung die ich aber bis heute nicht bereut habe.

Games und so
Die gleichen Leute wie bei "Bits und so" reden, schimpfen, scherzen und diskutieren über Videospiele und alles was so damit zu tun hat. In erster Linie wird über Konsolenspiele gesprochen, und auch hier sorgen wieder gesunde Mengen an Ironie und Zynismus für Unterhaltung. Anfangs war das noch ein Teil von "Bits und so", aber man wollte dem Thema mehr Aufmerksamkeit schenken und somit wurde es ein eigener Podcast.

Serien und so
Ein weiterer Podcast des "und so" Teams mit dem Schwerpunkt auf Fernsehserien. Im Gegensatz zu den anderen "und so"-Podcasts, wo eine Sendung schon mal über eine Stunde dauern kann, wird bei "Serien und so" innerhalb von 10 Minuten eine Fernsehserie vorgestellt. Den Podcast gibt es noch nicht so lange, daher ist die Anzahl der Sendungen noch überschaubar.

Happy Shooting
Boris und Chris, zwei professionelle Fotografen, tratschen ungezwungen über Themen rund um die digitale Fotografie. Im Podcast werden, neben praktischen Tipps zum richtigen Umgang mit der Kamera, auch Fragen der Hörer beantwortet. In regelmäßigen Abständen gibt es ein kleines Gewinnspiel, bei dem die Teilnehmer zu vorher festgelegten Themen Fotos einsenden. Chris und Boris suchen sich dann meistens zwei oder drei Bilder aus den Einsendungen raus und erklären was an den Fotos gelungen ist oder was man eventuell noch verbessern könnte. Der Gewinner wird übrigens ausgelost. Dank "Happy Shooting" habe ich einiges nützliches über Bildkomposition und digitale Fotografie gelernt.

TWIP
Erst vor Kurzem bin ich über eine Nachricht von einem User auf Twitter auf diesen englischsprachigen Podcast über Fotografie aufmerksam gemacht worden. Ähnlich wie in "Happy Shooting" redet hier eine Gruppe von professionellen Fotografen über ihre Arbeit und was sie dabei so alles erleben. Natürlich fallen dabei auch ein paar nützliche Tipps raus, die man als Amateurfotograf beherzigen kann.

Extralife Radio
Die drei Webcomiczeichner Scott Johnson, Brian Dunaway und Obsidian treffen sich wöchentlich um über Filme, Comics, Videospiele und diversem anderen Nerdzeugs zu tratschen und zu philosophieren. Ernst geht es dabei selten zu und je mehr sich die drei sich anfangen zu necken, desto höher steigt auch der Unterhaltungswert des Podcasts. Da es sich hier um zwei Amerikaner und einen Kolumbianer handelt, wird Englisch gesprochen.

Chaosradio
Die Podcasts des Chaos Computer Club behandeln in der Regel sehr technische Themen und stoßen dabei manchmal in Tiefen vor, in die nur mehr die Spezialisten unter den Hörern nachfolgen können. Jedoch finden sich auch extrem interessante Ausgaben, in denen man mal hinter die Kulissen der Videospieleindustrie schaut oder wo über den Poststrukturalismus diskutiert wird. Sehr empfehlenswert, nicht nur für Technikinteressierte.

Consol.at
Hier handelt es sich um den regelmäßig erscheinenden Podcast von den Redakteuren der österreichischen Videospiel-Zeitschrift consol.at (consol plus in Deutschland). Neben der Eigenwerbung für das Magazin wird über Neuigkeiten aus der Welt der Videospiele geredet und über die aktuellen Titel, mit denen sich die jweiligen Redakteure gerade beschäftigen. Die Qualität schwankt dabei leider ein wenig. Im manchen Ausgaben kommt es zu zu interessanten Diskussion und kritischen Auseinandersetzungen zu aktuellen Themen, aber es gibt hin und wieder auch Ausgaben, in denen quasi "nur" die letzten Newsmeldungen vorgelesen werden.

Radio Brennt
Ingo, Raimund und Katharina plaudern über seltsame Geschichten und andere Skurrilitäten, die sie im Internet oder in Zeitungen aufgeschnappt haben. Dazu kommt noch eine Reihe von Aktionen wie "Popstars fragen Popstars" oder "Auf welcher Droge war ich?", die in der Show für Unterhaltung sorgen. Dabei nehmen sich die drei auch kein Blatt vor dem Mund und es kann auch mal vorkommen, dass die sie sich z.B. länger über menschliche Exkremente unterhalten. Also kein Podcast dem man seinen lieben Kleinen zum hören geben sollte, aber für Erwachsenen sehr unterhaltsam.

Couchpotatoes
Oliver und Andreas quatschen über Musik, Spiele, Filme, Fernsehen und generell über die Popkultur. Dabei kramen sie mitunter Links zu ungewöhnlichen Websites raus, präsentieren seltsame Gadgets oder stellen unbekannte Künstler vor. Den beiden bei ihren Gesprächen zu belauschen hat eine angenehme Wirkung, obwohl die Audioqualität manchmal nicht die beste ist.

Podparade
Roger, Norman und Mike sammeln im Internet frei erhältliche Musik und stellen sie im Podcast vor. Die Hörer haben dann die Möglichkeit auf der Website darüber abzustimmen und die sich daraus ergebenden Platzierungen werden in den mehr oder weniger regelmäßigen Ausgaben des Podcasts präsentiert. Die Palette der vorgestellten Musik reicht von Pop über Rock bis hin zu Soul und es gibt langsame ruhige Titel sowie auch schnelle spritzige. Im Grunde sollte für jeden, der nicht über einen übermäßig extravaganten Musikgeschmack verfügt, was dabei sein. Bei mir haben es einige Musikstücke aus der Podparade schon in meine reguläre Playlist geschafft. Und von der Band Redcar habe ich sogar schon das Album gekauft, weil mir eines ihrer frei erhältlichen Lieder so gut gefallen hat.


So, vielleicht konnte ich bei dem einen oder anderen Besucher, der hier so vorbei surft, das Interesse für ein paar der Podcasts wecken.

Und jetzt noch was in eigener Sache: Kleinscheiß, der mir so durch den Kopf geistert oder mir im Internet unterkommt, wird in Zukunft nicht mehr geblogt, sondern gezwitschert.
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